Montag, 25. Februar 2008

O Sooolee Mioooo... Lasagneeee ist daaaaa!

Sonntag war ich dran zum Kochen. Meine Mama war krank und hat sich kaum aus dem Bett bewegen können... Ok, ich gebs zu, das ist jetzt nicht grad ein Grund der mich zum Kochen bringt, denn wenns mich nicht freut, ist es mir egal, wenn wer krank ist, dann gehma eben essen.
Aber es hat mich gefreut, und ich habe beschlossen, Spinat-Bolognese-Lasagne zu machen (Trotz des mütterlichen Einwands: "Spinat-Lasagne haben wir eh von Iglo im Tiefkühler!" HALLOOO - von Iglo? Ist das jetzt ein ehrlich gemeinter Einwand oder eher ein Grund sich zu schämen??)

Und noch eine gute Sache: Ich musste am Sonntag nicht irgendwann noch vor Sonnenaufgang aufstehen, um das Mittagessen auf den Tisch zu bekommen, weils wieder irgendein ausgefeilter Haute-Cuisine-Mist ist. Sondern die Sache ist in einer guten Stunde (inkl. Backen) erledigt. So ist Kochen gemütlich!

Spinat-Bolognese-Lasagne

800g gemischtes Faschiertes
2-4 Zwiebeln (nach Geschmack, aber eher mehr)
500g Tomaten in Stücken aus der Dose
italienische Kräuter, Lorbeerblätter
300g TK-Blattspinat
30g Butter
2 EL Mehl
3/4 Liter Milch
300g geriebener Käse (Pizzakäse, Emmentaler o.ä.)
Lasagneplatten
Gewürze

Zwiebeln klein schneiden und glasig anbraten. Faschiertes dazu und braten bis es krümelig und durch ist. Tomaten dazuleeren, mit Oregano, Thymian, viel Pfeffer (ev. auch scharfes Paprikapulver) und Salz würzen, Lorbeerblätter dazu und köcheln lassen.
Butter in einem beschichteten Topf schmelzen. Mehl unter ständigem Rühren dazu. Dann immer ein bisschen Milch dazu leren, rühren, bis die Milch aufgesogen ist und wieder ein bisschen milch dazu. Solange, bis die Milch aufgebraucht ist. Vorsicht: Zu schnelles Hinzugeben der Milch = Klümpchen!
In eine Auflaufform die Lasagne schichten in folgender Reihenfolge: Faschiertes, Spinat (dünn), Béchamelsauce, Lasagneplatten. Mit Béchamel afuhören, mit Käse bestreuen und im vorgeheizten Backrohr bei 190° 30 Minuten backen.

Wirklich traumhaft lecker. Dazu empfehle ich einen Vogerlsalat!

Ran an den Ofen, bei dem simplen Rezept hat wirklich keiner mehr eine Ausrede!

Wo ist der Apfel, suuuuch den Apfel...!

Alle reden von CO2-Problemen und zuviel CO2-Ausstoß und dem CO2-Rucksack von Lebensmitteln. Mich hat dieser Medienwahn auf jeden Fall schon soweit gebracht, dass ich jedesmal ein schlechtes Gewissen bekomme, wenn ich etwas Nicht-Europäisches (z.T. schon nicht-Österreichisches) in der Obst-/Gemüse-Abteilung einkaufe. Ich meine, alles hat natürlich seine Grenzen. Da die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass Bananen in Zukunft in der Toskana angebaut werden können, kommen die natürlich weiterhin aus Übersee. Dasselbe gilt für alle exotischen Früchte, wobei man natürlich Physalis oder Passionsfrüchte weniger häufig braucht als Bananen.
Ganz anders sieht es aus mit dem "üblichen" Zeug. Zwiebeln aus Neuseeland? Äh... hallooo? Auch Äpfel und Birnen brauche ich definitiv weder aus Portugal noch aus Süditalien.

Ok, diese Einleitung will dir, lieber Leser, eigentlich nur eines berichten: Ich wollte einen Kuchen backen und es sollte mit Zutaten sein, die "ganz österreichisch" sind. Und zur Zeit erhältlich aus Österreich (wie das ganze Jahr über): Äpfel.

Deshalb hier ein ganz österreichischer

Versunkener Apfelkuchen

ca. 1kg Äpfel, geschält und geviertelt, mit Zitronensaft beträufelt
125g weiche Butter
175g Zucker
1 Prise Salz
1 Pckg. Vanillezucker
4 Eier
200g Mehl
1 Pckg. Backpulver
Rum
150g Creme Fraiche
1 Pckg. Vanilepudding-Pulver
ev. etwas Zucker
ev. gehackte Nüsse

Eine Springform fetten und mehlen. Backrohr auf 175° vorheizen (O-/U-Hitze).
Butter, Salz, Zucker und Vanillezucker cremig rühren. 3 Eier nacheinander hinzu, schaumig rühren. Einen Apfel mit einer groben Reibe unter den Teig rühren. Mehl und Backpulver mischen und mit dem Rum unter den Teig heben. In die Springform füllen und glattstreichen. Ev. mit gehackten Nüssen bestreuuen. Die geviertelten Äpfel auf den Teig legen und leicht andrücken. Im Herd ca. 12 min vorbacken.
Creme Fraiche, das 4. Ei und Saucenpulver glattrühren, ev. etwas zuckern. Wenn die Sauce zu dick ist, mit etwas Rum verdünnen (oder Milch). Nach den 12 Minuten über die Äpfel gießen, den Kuchen ca. 30 Minuten fertigbacken.

Der Versunkene Apfelkuchen wird besser, wenn er über Nacht durchziehen kann!

Gesunde Jause

Was? Tini stellt etwas Gesundes in ihren Blog?
Ich meine, das ist so in etwa wie wenn Osama Bin Laden der Internationalen Friedensvereinigung beitritt. Tini steht für Süßes. Und vielleicht auch noch für normales Essen, aber gesunde Jause?

Liebe Leser (A&F), bitte trotzdem weiterlesen. Es ist wirklich nicht so schlimm. Und sehr lecker (das hat sich ja wohl hoffentlich von selbst verstanden). Wir reden hier nämlich von hausgemachten Müsliriegeln. Ich dachte mir nämlich immer schon, diese Müsliriegel müssen ja wohl idiotensicher selbst zu machen sein - und besser schmecken als das verpackte Zeug mit 8 verschiedenen Zuckerarten und "Fettglasur" statt Schokoüberzug.

Müsliriegel

120g Vollkornmehl
400g gemischtes Müsli (siehe Anmerkung)
120g Apfelmus
100g Cremehonig
100g flüssiger Honig

Vollkonrmehl und Müsli vermengen. Apfelmus mit Honig leicht erwärmen (lässt sich dann leichter verrühren) und gut mit der Müsli-Mehl-Mischung vermengen. Rechteckig und nicht zu dünn auf ein Blech (Backpapier) streichen und bei 170° im vorgeheizten Backrohr ca. 20 Minuten backen (soll an den Rändern nicht dunkel werden).
Noch warm in Riegel schneiden.

ZUM MÜSLI: "Gemischtes Müsli", da kann man entweder eine Müsli-Fertigmischung nehmen - was dem Sinn des selbstgemachten Müsliriegels irgendwie widerspricht, da hat man ja sonst schließlich wieder das Fertig-Zeug drin. Also am besten Haferflocken, Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, kleingehackte getrocknete Früchte, Nüsse etc etc, selber nach Lust und Laune zusammenmixen.
ZUM HONIG: Bitte wirklich Cremehonig und flüssigen Honig verwenden, sonst kanns passieren, dass ihr eine endlos klebrige Masse bekommt oder eben, dass es gar nicht zusammenhaftet.
ZUR DEKO: Müsliriegel können dann natürlich beliebig mit Schokolade etc. überzogen werden.

Freitag, 22. Februar 2008

Ein Backanfall mit Germfolgen

Es gibt diese Dienstage. Es gibt diese Dienstage, die der erste Tag nach einem langen und wunderbaren Wochenende in Paris sind. Dementsprechend sind diese Dienstage dann die wahren Montage. Und ein Dienstag-wahrer-Montag nach einem unglaublich tollen Wochenende in Paris ist einfach nur eines: trés, trés ennuyant.

Um mir also nach einem TTE-Tag (trés, trés ennuyant) etwas die Zeit zu vertreiben, habe ich in der Mittagspause eine meiner Lieblingsseiten (Chefkoch) recherchiert.
Ich wollte am Abend etwas backen - und weil meine Familie nun mal nicht die größte Vertilgerin von Süßspeisen ist, und ich keine Lust habe, für A&F zu backen (wenn ich auch schon für sie schreibe), habe ich beschlossen, wiedermal die Agentur zu verwöhnen.
Daraus ergibt sich zwar nicht zwingend aber praktischerweise: Blechkuchen oder Stückgebäck. Ich habe mich für Stückgebäck entscheiden, ein Blechkuchen ist einfach zu langweilig.

Nach der entsprechenden Suche habe ich 2 Rezepte gefunden: ein tolles Rezept für süßen Germteig und ein Rezept für Nussfülle.
Aber ganz ehrlich - Nussschnecken oder Tascherl? Wie fad. Also habe ich noch zwei Füllung zusätzlich dazu erfunden (!).

Hier zum Rezept für den süßen Germteig:
http://www.chefkoch.de/rezepte/171681074596037/Suesser-Hefeteig-von-Baeckerin-bekommen.html
Funktioniert toll. Ich bin ja sowieso ein großer Fan von Germteig. Jeder andere Teig - was ist damit schon! Im schlimmsten Fall bleibt er beim Backen sitzen.
Aber Germteig lebt! Und das ist jetzt keine Elvis-Phrase ("Germteig lebt!"), sondern eine Tatsache aufgrund der Hefebakterien im Germ! D.h. du siehst sofort ob er dich mag (er geht schön auf) oder nicht (er bleibt sitzen, und du kannst ihn genau den ewigen Jagdgründen anheimgeben). Ich persönlich tätschle meinen Germteig sogar, weil ich mich immer wieder freue, wenn er so schön aufgeht!
Übrigens, zwei unschlagbare Tipps für das Aufgehen von Germteig:
1.) Alle Zutaten müssen zimmerwarm oder wärmer sein (aber nicht mehr als 40 Grad, da sterben die Bakterien)
2.) Das Rohr auf Mindesttemperatur heizen, den Top mit dem Teig hineinstellen, abdecken, das Rohr einen Spalt offen lassen und den Teig darin gehen lassen.
Mit diesen zwei Hinweisen bleibt kein Germteig mehr sitzen!

Übrigens, je öfter man einen Germteig zusammenschlägt und wieder aufgehen lässt, desto feinporiger wird er.

Zu den Füllungen. Die Nussfülle habe ich bereitet wie hier beschrieben:
http://www.chefkoch.de/rezepte/309961112082467/Nussfuelle-fuer-Nusszoepfe-Nussstollen-oder-Nussschnecken.html

Bei der Nussfülle habe ich aufgrund des wesentlich besseren Geschmacks noch einiges an Rum und Rum-Rosinen hineingegeben. Nussfülle ohne Rum schmeckt fad und ist nach dem Herauswachsen aus Kinderfaschingsparties auch nicht mehr angesagt.

Aber wie gesagt, nur Nussfülle ist fad, Mohnfülle ist genauso langweilig, also brauchte ich Idee für weitere Füllungen.

Hier meine ganz wunderbar gelungenen Rezepte:

Schoko-Kirsch-Füllung

1 kleines Glas Nutella in der Microwelle erwärmen, bis das Nutella rinnt. Ein kleines Glas Kirschenkompott abtropfen lassen, die Kirschen (grob oder fein, je nach Geschmack) pürieren und mit dem Nutella verrühren. Semmelbrösel unterrühren, damit die Masse etwas dicker wird (vorsichtig, die Semmelbrösel saugen sich voll und auf einmal ist die Füllung ein Basketball).
Mit Maraschino abschmecken.

Schoko-Kokos-Füllung

1 halbe kleine Dose Kokosmilch mit einem guten halben Sackerl Kokosflocken verrühren. Ein kleines Glas Nutella erwärmen und unter die Masse rühren. Ev. mit mehr Kokosflocken andicken. Mit Rum abschmecken.

Die Füllungen lassen sich ganz wunderbar zubereiten, während der Germteig geht.

Danach kann der Germteig beliebig gefüllt werden. Schnecken, Tascherl etc. Ich habe Röllchen gemacht: Kleine Stücke vom Teig abtrennen, möglichst dünn ausrollen, ein Klecks Füllung daraufsetzen, einrollen und die Enden gut zusammendrücken (Teig dafür ev. mit Wasser anfeuchten).
Vorsicht: Lieber kleinere Stücke machen, denn der Teig geht noch ordentlich auf.

Mit Ei bestreichen, ev. bestreuuen und bei 180° ca. 15 Minuten backen (Vorsicht: Backdauer variiert mit Größe der Gebäckstücke). Danach können sie nach Belieben auch noch glasiert werden (in diesem Fall würde ich Schoko- oder Rumglasur nehmen).

Und dann natürlich die wichtigste Phase:
Verteilen und das Lob genießen!

Dienstag, 12. Februar 2008

Wie man einen normalen Sonntag mit einem 4-Gang-Menü in einen feudalen Sonntag verwandelt

Liebe Leser (oder auch Nicht-Leser, manchmal denke ich, ich schreibe hier für Arsch & Friedrich, aber das sind ja immerhin auch schon Zwei, also mach ich weiter)!

Vorab: Kommentare sind nichts Böses, sondern erwünscht. Besonders, wenn wer was nachgekocht hat. Was ja scheinbar net passiert. Ich werd mal eine Rubrik "Dodlküche" einführen, dann gibts auch keine Ausrede mehr (gell Axel).

Nun zum Wochenende.
Reichlich unspektakulär. Theoretisch das erste Wochenende in der Fastenzeit. Das folgende Menü ist vollkommen fastentauglich! Ok, die Nachspeise. Aber in der Fastenzeit geht's ja theoretisch ums Fleisch!
(Zugegeben, die Fastenzeit ist mir recht wurscht. Wollte sogar gerade schreiben, dass Fastende diesen Blogeintrag nicht lesen sollen, weil das Menü nicht fastentauglich ist - da ist mir aufgefallen, dass es völlig fleischlos ist!).

Das wunderbare an diesem Menü ist: Es klingt edel, feudal, geschmacksreich und teuer. Ich will nicht sagen, dass es das nicht ist. Gute Zutaten kosten eben was, und man braucht vor allem von einer Zutat viel: ZEIT.
Man rechne 2 Stunden am Vortag zur Vorbereitung und nochmal 3 Stunden vor dem Essen.

Nun, ich lasse mal die Menüfolge heraus:

SUPPE Pfeffrige Paprikasuppe mit Ziegenkäse-Croutons

VORSPEISE Räuchermakrelenmousse im Strudelteig-Schälchen

HAUPTSPEISE Hausgemachte Kartoffel-Gnocci in Gorgonzola-Weißwein-Sauce

NACHSPEISE Tarte Tatin aux Figues mit hausgemachtem Vanilleeis


*Rhetorische Pause*


Traumhaft oder? :)

Wie auch immer, los geht's:

Pfeffrige Paprikasuppe mit Ziegenkäse-Croutons


4 bis 5 kleingeschnittene rote Paprika mit 2 kleingeschnittenen Zwiebeln in Olivenöl etwa 10 Minuten dünsten. Mit 900ml Hühner- oder Gemüsebrühe aufgießen, 400g Dosentomaten (in Stücken) dazu und etwa 20 Minuten köcheln lassen.
Mit dem Stabmixer pürieren. Würzen mit: Salz (vorsichtig), Pfeffer, Cayennepfeffer und Harissa (Chili-Paste).

Am besten schon am Vortag zubereiten, jede Suppe wird über Nacht besser!
Noch etwas: Diese Suppe ist, bis auf das bissl Olivenöl, absolut fettfrei und praktisch ohne Kalorien! Und trotzdem verdammt lecker (Zitat Bruder: "Das ist die beste Suppe, die ich je gegessen habe!")

Für die Croutons kleine Baguettescheiben im Ofen antoasten, umdrehen, mit Ziegenkäsescheiben belegen und nochmals überbacken. Je ein Crouton in jede Suppenschüssel geben (irekt vor dem Servieren, saugt sich schnell mit Suppe voll). Ziegenkäse ist ein idealer Begleiter zu dieser Suppe. Wer ihn nicht mag, kann auch einen kräftigen Weichkäse nehmen.


Räuchermakrelenmousse im Strudelteig-Schälchen


Ebenfalls am Vortag zubereiten, es wird zu stressig vor dem Essen, und das Mousse kann ruhig im Kühlschrank für ein paar Tage stehen!

350 - 400g Räuchermakrelenfilets (oder Räucherforelle) entgräten und pürieren. 300ml Schlagobers schlagen und unter das Mousse heben. Würzen mit viel Pfeffer und viel Kren (Meerettich, auch eingelegt).
Für die Strudelteig-Täschen Strudelteig (TK) in Quadrate schneiden und in ein Muffinblech oder in Ringförmchen drücken und golden backen. Vorsichtig herausnehmen, sie brechen leicht. Über Nacht trocken lagern, damit sie keine Feuchtigkeit anziehen und letschert werden.
Mousse erst direkt vor dem Servieren in die Strudelteig-Schälchen füllen und mit frischem Baguette oder warmem Toast servieren.


Hausgemachte Kartoffel-Gnocci in Gorgonzola-Weißwein-Sauce


1 - 1,5kg Kartoffeln (mehlig) kochen, schälen und stampfen. Salz und Pfeffer dazu und mit einem Ei und Mehl nach Bedarf in der Küchenmaschine zu einem glatten Teig kneten. Eine Stunde rasten lassen. Dann aus dem Teig 1,5cm dicke Rollen formen und ca. 3cm lange Stücke abschneiden. Mit einer Gabel ein Rillenmuster in die Oberfläche drücken. Reichlich Salzwasser aufstellen, die Gnocci ins kochende Wasser geben (nicht zu viele auf einmal und nach dem Hineingeben umrühren, damit sie nicht zusammenkleben oder am Topf haften). Wenn sie aufsteigen sind sie fertig - abschöpfen und kalt abspritzen.

Für die Sauce 200g Gorgonzola in 250ml Schlagobers schmelzen (gut umrühren, brennt leicht an). Würzen mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Mit Weißwein ablöschen und wieder einkochen lassen. Gnocci darin schwenken und servieren.

Gute Tipps:
1.) Die Teiglinge lassen sich auf einem Tablett wunderbar einzeln einfrieren. Bei Bedarf können Sie aufgetaut und gekocht werden.
2.) Wenn kein Gorgonzola da ist, dann auf jeden Fall einen anderen würzigen (!) Schimmelkäse verwenden. Dolce Latte oder ähnliche Blauschimmelkäse sind zu mild für die Sauce.



Tarte Tatin aux Figues mit hausgemachtem Vanilleeis

Immer mein Lieblingsthema. Diesmal habe ich zum ersten Mal eine Tarte Tatin versucht, also eine französische Tarte, die gestürzt wird.

12 frische, reife Feigen vierteln. 100g Butter in einem Topf schmelzen, den Zucker darin karamellisieren lassen und die Feigen vorsichtig einrühren. Eine Tarteform ausfetten und die Feigen so darin verteilen, dass der Rand frei bleibt. 2 (TK-)Blätterteige auftauen. 100g geriebene Zartbitter-Schokolade und einen TL Würzmischung aus Zimt, Muskat, Piment und geriebenen Nelken
mischen. Mischung auf einem Blätterteig verteilen, den zweiten Blätterteig darüberlegen und an den Rändern gut zusammendrücken. Teig vorsichtig auf die Feigen in der Tarteform legen und die Ränder gut nach unten drücken.
Im Rohr bei 180° Ober-/Unterhitze goldbraun backen (ca. 25 Minuten). Nach dem Fertigbacken stürzen.

Für das Vanilleeis:
http://www.chefkoch.de/rezepte/124801053525478/Vanilleeis.html

Wichtig: Am Vortag zubereiten. Wenn keine Eismaschine zur Verfügung steht, einfach in einer Kastenform einfrieren und vor dem Servieren etwa 10 bis 15 Minuten antauen lassen, sonst ist es zu hart.



Lasst es euch schmecken. Ich habe leider die Vorbereitungszeit vor dem eigentlich Essen unterschätzt und bin deshalb nicht mehr dazu gekommen, mich herzurichten, dementsprechend bin ich in Jogginghose, gemütlichem Pulli und Kochschürze beim Essen gesessen. In dem Fall egal, weils ja nur die Familie war. Wenn das Menü aber einem "höheren Zweck" dienen soll, dann würde ich diesmal früher anfangen!

Ebenfalls ein guter Tipp für alle, die in mehrgängigen Menüs noch nicht so versiert sind: Nicht die Portionen überschätzen! Jede für sich lieber so herrichten, dass sie zu klein wirkt! Denn 4 Gänge füllen, egal wie! Vor allem die Gnocci sind ein "Magenstopfer"! Und gerade ich ärgere mich dann, wenn mein eigentlicher Höhepunkt, die Nachspeise, nicht mehr geschätzt wird, weil jeder schon am Rande der Kotzschüssel hängt (mal ganz bildlich gesprochen).

Donnerstag, 7. Februar 2008

Fasching! - oder: Das Unterschätzen von Kochzeiten

Faschingsdienstag! Normalerweise der Abend meiner heftigsten Exzesse im Jahr.

Am Rosenmontag habe ich in der Agentur ein Verkleidungsthema ausgerufen und angekündigt, dass wir am Dienstag zu Mittag Schinken-Käse-Toast machen (normalerweise unser Freitags-Vergnügen). Meine persönliche Überraschung dazu: Hausgemachte Krapfen. Wenn auch keine Faschingskrapfen, weil mir das Füllen mit Marmelade zu mühsam war (ganz zu schweigen von geschliffenen Krapfen), habe ich zwei neue Rezepte ausprobiert: Muzenmandeln und Apfelkrapferl.

Nach der Arbeit, aus der ich mit Müh und Not und mitgenommener Arbeit für Zuhause um 18 Uhr rausgekommen bin, bin ich mal zu zwei Großhandelsmärkten gefahren. Leider gabs in keinem der beiden eine Muzenmandel-Ausstechform. Nun ja nicht so schlimm, es gibt ja auch noch Hände und Löffel. Nach einem kurzen Ausflug in den hiesigen Kostümverleih Heilinger habe ich noch auf die schnelle und kurz vor Ladenschluss alle Zutaten für meine Teige gekauft.

Zuhause angekommen ging es auch schon in die Küche. Zwei Teige parallel - nicht so schlimm, einer davon war ein hefeteig und musste sowieso gehen. Der Rührteig für die Muzenmandeln war schnell zubereitet (und beinahe so schnell aufgegessen, so ein leckerer Teig!). Mit Ceres wurden die kleinen Stücke ausgebacken und danach in Zucker gewälzt.
Fazit: Ganz gut, aber nicht so aufregend.

Anschließend ging es schon an den Hefeteig für die Apfelkrapferl. Nach einigen Startschwierigkeiten, da der Hefeteig wunderbar glänzend und fest geworden ist und ich so die Apfelstückchen nicht gut untermischen konnte, habe ich den Teighefen neben meinen Top gestellt und angefangen, wunderbare kleine Apfelkrapferl herauszubacken.
Irgendwie ist es mir nach den ersten zwei Portionen aufgefallen, dass der Teig nicht weniger wird. Bis ich draufgekommen bin, dass der Fetttopf natürlich so eine Hitze abstrahlt, dass der Hefeteig wie verrückt geht! Ein guter Tipp für alle, die das Maximum aus einem Hefeteig herausholen wollen... ich dachte schon ich sei im Schlaraffenland und würde das Haus mit Hefeteig ersäufen! :)
Die Apfelkrapferl wurden anschließend in Zimt-Zucker gewälzt und mit knapper Not vor meinem Vater gerettet.

Tja, zeitlich: Ich bin für das Zeug beinahe 4 Stunden in der Küche gestanden.
Danach musste ich noch eine Präsentation fertigstellen, das war dann nicht mehr so lustig, ich will doch so gerne endlich wieder mal mehr als 6h schlafen!

Nur zur Vervollständigung: Unsere "Faschingsfeier" am nächsten Tag war ein schwerer Flop. Ich war die einzige, die zumindest einen Heiligenschein aus weißen Daunen aufhatte, sonst war niemand auch nur annähernd verkleidet. Das gemeinsame Toastessen war auch eher auf der langweiligen Seite. Meine Krapferl sind gut angekommen, aber das habe ich - ehrlich gesagt - auch erwartet.
Nächstes Jahr werde ich am Rosenmontag früher ins Bett gehen, damit ich am Faschingsdienstag fitter bin. Und dann gehts auch wieder halligalli in die Stadt und nicht ins Bett wie dieses Jahr!

Hier noch die Rezepte, die 1:1 übernommen wurden:

Muzenmandeln
http://www.chefkoch.de/rezepte/586061157804822/Mutzenmandeln-nach-Meisterart.html
Apfelkrapferl
http://www.chefkoch.de/rezepte/56601020330490/Saftige-Apfelkrapfen.html

Montag, 4. Februar 2008

Unkreativ, aber: Schon wieder ein Gugelhupf

Schon wieder ein Gugelhupf? Wirds net langsam fad? ... könnte man als treuer Leser dieses Blogs fragen.

Naja, Leute - ganz ehrlich, nur wer den letzten schon ausprobiert hat, darf nun sudern. Die anderen sollen mal beim "3 in 1" anfangen ;)
Und auch dieser hier ist wirklich genial. Eigentlich ist er mit Abstand der Beste.
Hier das Rezept (wie aus dem Kochbuch "Süßes aus dem Sacher" von Wagner und Fink): der Eierlikörgugelhupf.

4 Eier
1 Pckg. Vanillezucker
200 g Kristallzucker
250 ml Pflanzenöl
250 ml Eierlikör
125 g Mehl (glatt)
125 g Stärkemehl
1 Pckg. Backpulver

Eier, Kristallzucker und Vanillezucker schaumig rühren. Öl und Eierlikör langsam einfließen lassen. Mehl, Stärkemehl und Backpulver versieben und unter den Teig rühren. In eine gefettete und bemehlte Gugelhupfform füllen und bei 180°C ca. 45 - 60 min backen.


Soweit zum Rezept. Ich sag nur: Es ist wirklich gut, ABER: Mein Fehler bei Eierlikörkuchen war früher immer, den billigen Eierlikör zu kaufen ("zum Backen brauchts nicht der Teure sein). Ergebnis: Der Kuchen hat immer einen pelzigen Geschmack auf der Zunge hinterlassen. In letzter Zeit kaufe ich zum Backen nur den Verpoorten Eierlikör (schweineteuer, aber das einzig Wahre). Und damit wird das Gebäck superlecker!

Und natürlich, weil ich ein Rezept ja nicht so lassen kann, wie es war, hier meine Abwandlung zu einem Marmor-Eierlikörgugelhupf:

1.) Die abgeriebene Schale einer Orange unter den Teig rühren.
2.) ca. 1/4 des Teigs in eine separate Schüssel gießen und einige Löffel Kakaopulver einrühren (falls es zu dick wird, dann mit etwas Eierlikör wieder flüssiger machen).
3.) Zuerst den hellen Teig in die Form füllen, dann darauf den Kakaoteig und (wenn Marmoreffekt gewünscht wird) mit einer Gabel spiralförmig verrühren).

Und nun der Tipp für die Schokoladetiger unter meinen Lesern:
Statt Kakaopulver 1,5 Tafeln Lindt Zartbitter mit Orangenaroma schmelzen und unter 1/4 des Teiges rühren und mit Eierlikör wieder flüssiger machen.
Dieser Teig ist schwerer als der helle Teig und sinkt nach unten, deshalb am besten gleich zuerst in die Form füllen und den hellen Teig obenauf.

Abschließend: Gugelhupf mit Kakaopulver einsieben und mit Puderzucker finishen.

Montag, 28. Jänner 2008

3 in 1 Gugelhupf

Schokolade, Nuss oder doch Vanille?
Wer mal vor dieser Entscheidung gestanden ist - dumme Sache. Jetzt geht alles auf einmal!
Mit dem 3 in 1 Eierlikör-Gugelhupf!

4 Eier
200 g Zucker
200 ml Pflanzenöl (Rapsöl o.ä.)
125 ml Eierlikör
150 g Mehl
1/2 Sackerl Backpulver
Schale von 1 Orange
4 EL Kakaopulver
Milch
60 g gemahlene Nüsse
Rum
1 Pckg. Vanillepudding-Pulver
Eierlikör

Gugelhupfform fetten und mehlen. Herd vorheizen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze.
Ganze Eier mit Zucker und Orangenschale schaumig rühren. Öl und Eierlikör langsam einlaufen lassen. Mehl mit Backpulver vermischen und einrühren. Den Teig dritteln.
1. Drittel verrühren mit Kakaopulver und etwas Milch. 2. Drittel verrühren mit Nüssen und Rum. 3. Drittel verrühren mit Vanillepudding-Pulver und Eierlikör.
Zuerst den Kakaoteig in die Form gießen. Dann möglichst in einem Strahl in der Mitte den Nussteig darauffließen lassen. Wiederrum mittig den Vanilleteig eingießen.
Im vorgeheizten Rohr ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Form aus einer Höhe von ca. 10 cm 2 bis 3mal auf die Arbeitsplatte fallen lassen. (Löst den Kuchen von der Form). Stürzen, noch warm dick mit Staubzucker bestreuen und abkühlen lassen.
Ich kann mir auch gut eine Schokoglasur oder Orangenglasur dazu vorstellen!

Wurde heute in der Arbeit erprobt und hat Komplimente eingebracht!

Buchteln... oder doch Wuchteln?

Buchteln oder Wuchteln? Im pinzgauischen Dialekt ist es eindeutig die Wuchtel-Variante, auch im alten Wels zur Jugendzeit meiner Mutter war das W begehrter als das B. Ic,h als Autodidakt im kochtechnischen Bereich, tendiere zum B, einerseits, weil die hochdeutschen Kochbücher das beliebte Germgebäck als Buchtel bezeichnen, andererseits, weil Wuchtel eine gewisse worttechnische Vorbelastung aufweist. Wuchtel - ist das nicht auch die Bezeichnung für einen Witz?

Wie auch immer, ob man es nun mit B oder W oder von mir aus auch mit sämtlichen anderen Buchstaben schreibt, ich kannte es bis dato ja nur als Produkt meiner Oma (die allerdings das Dr. Oetker Fertigpulver für Hefeteig verwendet hat) sowie als Hefegebäck gefüllt mit Marmelade aus der Bäckerei. Die von Oma hatten einen nostalgischen Beigeschmack, der Beigeschmack derer aus der Bäckerei war eher trocken und öd.

Also schwinge ich den Kochlöffel und produziere die Dinger selbst. Mit Erfolg!

Buchteln mit Weinchaudeau

300 ml lauwarme Milch
1 Pckg. Germ (42 g)
500 g glattes Mehl
4 Dotter
60 g Kristallzucker
1 Pckg. Vanillezucker
Schale von 1 Orange oder Zitrone
100 g weiche Butter
Marillenmarmelade
geschmolzene Butter

Germ in ca. 100 ml von der Milch auflösen, mit einigen Esslöffeln Mehl und Zucker zu einem Brei verrühren (Dampfl). Mit Mehl bestauben, an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.
Dotter mit Vanillezucker, Zitrusschale und 1 Msp. Salz schaumig rühren. Restliche Milch dazu, mit dem restlichen Mehl, der weichen Butter und dem Dampfl mit dem Handrührgerät (Knethaken) zu einem glatten Teig kneten. Zugedeckt 30 min. an einem warmen Ort gehen lassen.
Wenn gewünscht: Marillenmarmelade erwärmen und mit Rum verrühren. Eine Auflaufform mit Butter ausstreichen.
Teig kurz durchkneten, ca. 1/2 cm dick ausrollen und in 20 Portionen teilen. Auf jeden Teil einen Klecks Marmelade setzen, die Teigränder schließen, die Oberseite in flüssige Butter tauchen und mit der Nahtstelle nach unten in die Auflaufform setzen.
Die einzelnen Teifstücke sollen locker und gleichmäßig in der Form sitzen.
Nochmals an einem warmen Ort ca. 20 Minuten gehen lassen.
Im vorgeheizten Rohr bei 160°C 20 - 30 min backen bis die Oberfläche goldbraun ist.
Mit Staubzucker bestreuen und servieren.

Dazureichen: Entweder Vanilelsauce (die urige Variante) oder Weinchaudeau (sprich: Weinschohdoh; die edle Variante).
Wie Vanillesauce geht erkläre ich hier nicht. Kauft euch Dr. Oetker Puddingpulver und lest es selbst nach!

Weinchaudeau

150 ml Weißwein
1 Schuss Cointreau (oder anderer Fruchtlikör)
6 Eidotter
100 g Zucker

In einer Metallschüssel alle Zutaten über heißem Dampf schaumig schlagen, bis am Boden der Schüssel keine Flüssigkeit mehr ist (dauert ca. 10 Minuten). Zu den Buchteln servieren.


Und hier noch Tipps für alle, die sich vor Germteig mehr fürchten als vor dem schwarzen Mann unterm Bett (bei mir wars E.T.):
- Warmer Ort zum Gehen: Backrohr auf 50° heizen und Schüssel mit Teig bei offener Herdtür darin ruhen lassen
- Lauwarme Zutaten heißt nicht kalte oder heiße Zutaten! Bei zu kalten Zutaten bleibt der Teig sitzen, bei zu heißen sterben die Hefebakterien ab.
- Je öfter man den Teig gehen lässt, wieder zusammenschlägt und wieder gehen lässt, desto feinporiger wird er.
- Vor dem Backen die fertigen Teigstücke noch gut aufgehen lassen.


Ja es ist viel Arbeit (mit allem Rasten ca. 3h Aufwand), aber es ist es wert.
Sorry Oma, deine Buchteln bleiben zwar in meiner nostalgischen Erinnerung, aber meine sind besser ;)

Geflügeltes Winteressen

Das gesamte vergangene Wochenende war im Prinzip ein einziger kochtechnischer Anfall von mir. Bedeutet, Samstag Mittag gab es ein wahres Sonntagsessen: Barbarie-Entenbrust á l'Orange und Schokolade-Kastanien-Parfait.
Das samstägliche Sonntagsessen war ja ursprünglich auch für Sonntag geplant, da aber mein lieber Vater und Hauptvertilger am Sonntag keine Zeit hatte, wurde das Sonntagsessen erwähntes Samstagsessen.

Entenbrust á l'Orange (3-4 Personen)

2 Entenbrüste (am besten von der Barbarie-Ente)
150 ml starke Brühe (Hühnerbrühe)
150 ml frisch gepresster Orangensaft
Schale von einer Orange (fein gerieben)
40 ml Weinbrand
1 TL Speisestärke
Salz/Pfeffer

Herd auf Ober-/Unterhitze 180° vorheizen. Die Entenbrüste auf der Hautseite kreuzweise (nicht zu tief) einschneiden. Salzen und pfeffern. Bei mittlerer Hitze in einer beschichteten Pfanne auf der Hautseite 8 min. anbraten. Danach Entenbrüste in ein Ofengeschirr in den Ofen geben und insgesamt 10 - 12 min braten, dabei einmal wenden.
Bratrückstand mit Weinbrand und Orangensaft ablöschen, Orangenschale dazu, einkochen lassen. Speisestärke mit wenig Wasser glattrühren. Brühe zum Bratensaft, mit Speisestärke eindicken.
Entenbrüste quer zur Faser in Scheiben schneiden, mit Sauce servieren.
Dazu passt: Erdäpfel-Maroni-Pürree (500g Erdäpfelpürree mischen mit 250g Kastanienreis)


Und weil ein Sonntagsessen (auch wenn es am Samstag stattfindet) ohne Dessert GAR nicht funktioniert, gibt es hier den perfekten Abschluss für ein winterliches (herbstliches) Menü:

Schokolade-Kastanien-Parfait

200 g geschälte, essfertige Maroni (klein geschnitten)
125 g Kastanienreis
30 g Braunzucker
60 g Butter
100 ml Milch
100 g Zucker
geriebene Schale von 1 Orange
250 ml Schlagobers
2 Eiklar
4 Dotter
200 g Zartbitter-Schokolade

Butter in einer beschichteten Pfanne schmelzen, Braunzucker darin schmelzen, Orangenschale kurz anbraten. Maroni darin schwenken. Mit der Milch ablöschen und rühren, bis der Zucker geschmolzen ist. Vom Herd nehmen und überkühlen lassen.
Dotter mit Zucker schaumig rühren. Kastanienreis, Maroni in Milchmischung und geschmolzene Schokolade unterrühren. Schnee und Schlagobers steif schlagen, unterheben.
In eine Kastenform füllen und mindestens 6h tiefkühlen.
Vor dem Servieren 10 - 15 min antauen lassen.

Tipp: Mehr Orangenschale! Ich habe die Schale von 2 Orangen genommen und finde, es würde auch noch eine mehr vertragen. Außerdem habe ich zu den 200g Zartbitter-Schokolade noch 50g Milchschokolade hinzugefügt.

Wichtig: Die Qualität der Zutaten machtd ie Qualität des Essens! Kochschokolade schmeckt nach Kochschokolade (das Einzige, was ich da noch durchgehen lassen ist edle Kuvertüre wie die von Zotter!).

Freitag, 25. Jänner 2008

Guter Neujahrsvorsatz

Unglaublich - von meinen etwa 10 Hosen im Kasten passen mir derzeit genau: 2. (Naja, es würde vielleicht auch eine 3. und eine 4. passen mit viel Baucheinziehen). Und da ich gelegentlich auch mal Lust verspüre, meine Kleidung öfter abzuwechseln, bin auch auf Neujahrsvorsatz. Seit Montag. Hat bisher gut funktioniert muss ich sagen!
Nach einem Fasttag am Montag habe ich Rezepte gesucht, die sich gut ins Büro mitnehmen lassen und dabei fettarm sind.
Gleich das erste war sehr lecker:

Reis-Puten-Pfanne

Zutaten für 4 Personen
250g Langkornreis
3/4 Liter Hühnerbrühe (instant)
3 Paprika bunt
1 Bund Frühlingszwieberl
500g Putenbrust oder Hendlbrust
3 EL ÖL
1 EL Sesam
Paprikapulver, Salz, Pfeffer, Sesam

Reis in Brühe bei schwacher Hitze ca. 20 min ausquellen lassen. Paprika in Streifen, Frühlingszwieberl in Ringe schneiden. Fleisch in Streifen schneiden, Öl erhitzen, Fleisch braten, salzen und pfeffern und herausheben. Rasten lassen. Im übriggebliebenen Saft Paprika und Lauchringe 2-3 Minuten braten, Fleisch wieder zugeben, mit Salz, Pfeffer und Paprika würzig abschmecken. Sesam darüberstreuen.
Für alle, denen das Fett egal ist: Mit Crème Fraîche servieren.

Würztipp: Cayennepfeffer, Teriyaki-Sauce und Sojasauce (nicht salzen).

Ist ideal für's Büro, weil es sich super in der Mikro aufwärmen lässt.

Dienstag, 15. Jänner 2008

Wintertraum von Schokolade, Vanille und Granatapfel

Endlich melde ich mich wieder zurück nach der Winterpause!
So kann man es nennen! Leider war der Dezember in jeglicher Hinsicht so mühsam und stressig, dass ich nicht zum Kochen gekommen bin. Und ja, ich habe Kekse gebacken! Aber zum Schreiben habe ich es auch nicht geschafft. Und im Nachhinein Weihnachtskekse posten... ich weiß nicht - das kann ja jetzt wirklich keiner mehr sehen!
Aber nur um Gerüchten gleich entgegenzuwirken: Meine Kekse waren hervorragend! Es ist nicht so, dass ich sie nicht poste, weil ich sie versaut hätte :)

Wie auch immer, zum Anlass des 33. Hochzeitstages meiner Eltern am 11.1. habe ich beschlossen, am Sonntag zu kochen. Nach Durchsicht meiner Kochbuch-Sammlung ist allerdings die Kochmotivation immer mehr in den Boden gesunken, also habe ich auf das altbewährte Rezept für Faule zurückgegriffen: Raclette. Dafür habe ich am Samstag ein neues Raclette von Tefal gekauft (meine Sammlung unnützer Haushaltsgeräte wird langsam zu groß für mein Zimmer).
Nachdem ein Raclette "viel fettes Essen" heißt, habe ich auch die Vorspeise zurückfahren können. D.h. statt einer Käsecremesuppe (wie vorher geplant) wurde es eine Frittatensuppe.

Ja, zugegeben, das ist alles äußerst unspannend. Dafür kann ich ja jetzt mit meinem Dessert angeben:

Wintertraum von Schokolade, Vanille und Granatpfel.

Zutaten für das Weingelee:
250ml Wein
4 Blatt Gelatine
Kerne von 3 Granatäpfeln
50g Zucker

Zucker in 200ml Wein auflösen, mit Granatapfelkernen vermischen. Gelatine in kaltem Wasser einweichen und in den restlichen 50ml Wein schmelzen lassen. Schnell in die Granatpfelmischung einrühren. In Trinkgläser füllen (1/4 hoch), kalt stellen bis es gestockt ist.
In der Zwischenzeit:

Zutaten für die Vanillecreme
150g Naturjoghurt
1-2 Vanilleschoten (je nachdem, wie "vanillig" man es mag)
125ml Schlagobers
Zucker nach Wunsch
2 Blatt Gelatine

Joghurt, Zucker und ausgekratztes Mark der Vanilleschoten verrühren. Gelatine in kaltem Wasser einweichen, in ganz wenig Wasser schmelzen und zügig unterrühren. Schlagobers cremig schlagen, unterheben. In die Gläser auf das Gelee streichen und wiederum kalt stocken lassen.
In der Zwischenzeit:

Zutaten für das Mousse au Chocolat:
300ml Schlag
150 g Zartbitter-Schokolade
100g Milchschokolade
2 Eier

Eier schaumig rühren. Schokolade schmelzen und unter die Eier rühren. Schlagobers cremig schlagen und unterheben. Auf die Gläser aufteilen und kalt stellen.

Macht echt was her, mit dem Dessert kann man schwer punkten!
Wer Granatäpfel nicht mag oder sich daran stört, dass die Kerne so hart sind: Ein anderes (säuerliches) Obst nehmen. Mein Tipp: In Scheiben geschnittene Physalis.
(Vorsicht: keine Ananas, da zieht die Gelatine nicht an!)

Und noch ein Tipp zur Dekoration:
Zartbitterschokolade (am besten mit 80%, da wird es fester als bei Milchschokolade) schmelzen und in einen Dressiersack füllen. Von der Spitze nur ganz wenig abschneiden und mit der Schokolade auf Backpapier verschiedene Muster spritzen (am besten mit einem "Stiel"). Im Kühlschrank fest werden lassen, dann die Schoko-Muster in das Dessert stecken.
Macht sich in jedem cremigen Dessert gut!

Samstag, 17. November 2007

Happy Birthday mit Tiramisu und New York Cheesecake

Dies ist ein Nachtrag für den 15.11. Leider ist es aus untenstehenden Gründen nicht gegangen, dass ich den Eintrag früher zu Papier (zu Bildschirm) bringe.

Der 15.11., auch bekannt als Herbert's 25. Geburtstag, war ein eher... zacher Tag. Nicht, weil die Arbeit viel gewesen wäre (was sie war), oder weil jeder Kunde im Job wieder mal alles gestern haben wollte (was zutrifft), sondern einfach, weil ich saumüde war.
Am 14., also am Vorabend, hatte ich ja Tanzstunden bis um 23 Uhr. Dann sind Herbert und ich (er schon "recht fröhlich" nach 4 Bier)in unser Stamm-After-Dance-Lokal "Weinzeit" gegangen. Tja, es hat nicht lange gedauert, da haben wir angefangen ein Punktesystem fürs Weinsaufen zu entwickeln:
Der Kellner bringt uns irgendeinen Wein von der Weinkarte, und wir müssen erraten, was für einer es ist. Das wird nach einem ausgeklügelten Punktesystem bewertet: Der, der als erster 10 Punkte hat, bekommt vom anderen ein Glas Wein spendiert. Der, der zuerst 100 Punkte hat, bekommt vom anderen ein mindestens 4-gängiges Menü an einer außergewöhnlichen Location serviert. Wobei ich ja persönlich zweiteres eher langweilig finde - ich würd das auch ohne Punkte jederzeit machen!!! :)

Wie auch immer, der langen Rede kurzer Sinn: Es wurde SEHR flüssig und SEHR spät, und ich musste trotzdem am 15. um 6:30 aufstehen. Ich war tot, leider war der Tag total stressig. Zu Mittag: Schnell nach Hause, Tiramisu nach meinem Spezialrezept machen, das ich leider nicht verraten kann. D.h. sollte jemals wer mein Über-Drüber-Tiramisu probieren wollen: Lieb sein und von mir einladen lassen.
Abends dann gab's auch keine Pause: Ich bin nach Hause und habe sofort einen New York Cheesecake gebacken für den 22. Geburtstag meines Bruders am 16.11.

Der ist aber kein Geheimrezept, sondern ein wirklich Gutes von Chefkoch:
http://www.chefkoch.de/rezepte/255841100875767/New-York-Cheesecake.html

Sehr einfach zu machen, nur vier Anmerkungen:
1. Spekulatius sind nur zu Weihnachten leicht zu bekommen. Deshalb von Leibniz die Vollkornkekse nehmen.
2. Der Cake geht im Ofen ganz wunderbar auf, fällt danach aber radikal zusammen. Das ist ok, das gehört so!
3. Ich empfehle stark, das ganze etwas zu verfeinern, z.B. mit abgeriebender Orangenschale und Grand Marnier oder abgeriebener Zitronenschale und etwas Rum.
4. Statt einer aufwendigen Erdbeersauce einfach TK-Himbeeren mit Joghurt und Grand Marnier oder Maraschino verrühren. Mein Tipp: Kein Zucker, der Kuchen ist heavy genug!

Für alle die, die mein Leiden an jedem Tag noch weiter verfolgen wollen: Es war dann eh gleich mal zu Ende. Denn nach Dr. House um 20:15 (absolutes MUSS) bin ich sofort schlafen gegangen. (Natürlich nicht, ohne mein nagelneues Pralinen-Buch noch zu lesen, demnächst gibt es hier also vermutlich neue Erkenntnisse von der Pralinen-Front).

Montag, 12. November 2007

Wer Sorgen hat, hat auch Likör!

Dummer Spruch, oder? Aber ich hab das mal irgendwo gelesen, und seither kriege ich es nicht mehr aus dem Kopf. Nämlich seither Mittwoch. Am Mittwoch war mir ein bisserl fad, deshalb habe ich http://www.chefkoch.de nach Interessantem durchforstet. Hängengeblieben bin ich an den Likörrezepten. Ich hab zwar schon 2 Bücher daheim, die sich mit Likören und Bränden beschäftigen, aber kann man denn jemals genug Rezepte haben...
*träum*
Wie auch immer, ich wurde natürlich fündig. Es gibt übrigens dreiArten von Benutzern bei Chefkoch.de:
Da gibt es zum einen die Klassisch-Konservativen. Man könnte sagen, die ÖVP unter den Chefkoch.de-Nutzern: Die sortieren ihr Suchergebnis in den Rezepten nach der Wertung. Das heißt, je besser die Wertung eines Rezepts, desto weiter oben wird es angezeigt. Was wiederum bedeutet: Es gab vor dir schon Leute, die das Rezept probiert und für gut befunden haben, du machst dich nicht zum Trottel, weilst ein dummes Rezept als Erster probiert hast.
Natürlich gibt es auch die zweite Gruppe, das sind die Freestyler und Adrenalinjunkies. Im echten Leben stürzen sie sich die Niagarafälle hinunter, bleichen sich die Zähne mit Salz und Backpulver und trinken aus Prinzip nur Vorlauf. Bei der Rezeptauswahl suchen sie sich die noch unbewerteten Rezepte hinaus, um auch in der Küche den gewissen Kick zu haben: Schmeckt's oder gehen ich und meine Freunde zugrunde?
Und natürlich die Gruppe drei: Die Machos unter den Kochlöffeln, die Powerpfannen unter den Töpfen, die Aggressiven unter den Buttersorten: Die lesen jedes Rezept durch, bewertet oder unbewertet und gehen prinzipiell danach, ob die Zutatenliste ihrer Meinung nach geiloman ist oder nicht.

Nach diesem kleinen Exkurs (zu welcher Gruppe ich jetzt gehöre, das darf geraten werden :) wieder zurück zu den Likörrezepten:
Gemacht habe ich den Weihnachtslikör
http://www.chefkoch.de/rezepte/93171036580074/Weihnachtslikoer.html
sowie von anderen Websites den Himbeer-Vanille-Likör
http://www.cojito.de/kochrezept_5788_himbeer-vanille-likoer.htm
(man achte bei diesem Rezept übrigens auf die grenzgeniale Beschreibung der Zubereitung)
und zu guter Letzt den Orangenlikör...
... von dem ich natürlich gerade die Website nicht mehr finde.
Ganz einfach:
2,5 Orangen
250g Kandiszucker weiß
8 Nelken
1 Sternanis
1 l Brandy
Alle Zutaten mit den geschnittenen Orangen in eine Flasche geben und 4 Wochen reifen lassen.

Hier kommen wir schon zu einem der interessantesten Themen der Likörzubereitung: Die Reifezeit.
Weil man kann ja noch so ein endgeiles Rezept für einen Likör finden, den man zu Weihnachten der Tante Sauf-mich-tot schenken möchte: Wenn das Ding 3 Monate reifen muss, dann kann man Anfang Dezember genau... Blumen pflücken gehen.
Also auf gut neudeutsch: Vorrrherrrr Lagerung abchecken, dann gibt's krrrass guten Likörrr.

Und damit wären wir auch schon am Ende dieser wichtigen Mitteilung des Tages: Denn Infos, wie das Zeug schmeckt, das mich an Zutaten ein halbes Vermögen gekostet hat, gibt's schließlich erst in 4 Wochen.
Ich stell mir jetzt auf jeden Fall ein Glaserl Rosé rein. Prost!


Nachtrag am 25.06.2011: Den Orangenlikör und den Weihnachtslikör kann man getrost vergessen. Der Himbeer-Vanille-Likör ist damals aber sehr lecker geworden!!

Dienstag, 6. November 2007

Palatschinken in Barcelona

Tja, wer erwartet hätte, dass hier nun katalanische Köstlichkeiten und spanische Schmankerl kommen: Sehr falsch gedacht. Tatsache ist, wenn ich schon mal Barcelona besuche, dann werde ich dort essen gehen und fesstellen, was es gibt, und nicht selber kochen!

Nachdem ich aber zwei Nächte bei Tamara und ihrer Host-Familie verbringen durfte, haben wir uns bei dieser Familie ganz artig bedankt. Wir wollten etwas typisch Österreichisches kochen. Kaiserschmarren.
Tja, was soll ich zum Kaiserschmarren sagen? Wie der Titel schon sagt ist es keiner geworden. Aus dem ganz einfachen Grund, weil die keinen Mixer hatten (hatten sie doch, aber das ist eine andere Geschichte). Tamara war ganz Feuer und Flamme, dass wir das Eiklar selbst schlagen. Tja, nachdem ich zweimal vergeblich gesagt habe, es würde nicht funktionieren habe ich mir mal gedacht "Lass es sie selbst herausfinden!".
Fünf Minuten Schlagen mit der Gabel (Schneebesen gabs nämlich auch keinen), hat sich Tamara auf meine Seite geschlagen, und wir haben Palatschinken gemacht.
Hier mal das Rezept, für all diejenigen, die nicht wissen wie Palatschinken funktionieren (gibts da jemanden, der das nicht weiß?)

ca. 1/2 Liter Milch
ca. 2 Eier
eine Prise Salz
ein Spritzer Mineral
Mehl nach Gefühl

Milch und Eier gut verschlagen, Salz dazu, Mehl dazugeben bis der Teig dicklicher wird, am ende einen Schuss Mineral hinein (für die Lockerheit des Teigs). Butter in einer Pfanne erhitzen, Portionsweise Palatschinken ausbraten (deutsch: dünne Pfannkuchen, französisch: Crèpes).

Damit wir aber österreichisch bleiben: Die Palatschinken mit Marmelade oder Nutella (mhmmmm) bestreichen und aufROLLEN! Mit Staubzucker bestreut servieren.
Gefaltet werden nur Crèpes! Merken!

Trotz Kaiserschmarrenlosigkeit hatten wir eine ganz wunderbare Kochrunde. Es gibt auch ein 10minütiges Beweisvideo, das ich hier aber aus Gründen der Schamhaftigkeit nicht posten werde. Auf jeden Fall haben unsere Palatschinken auch den Barceloniern geschmeckt, auch wenn sie nicht fassen konnten, dass es bei uns wirklich süße Hauptspeisen gibt.

Hóla gente de Barcelona! En Austria, hay comidas dulces que no son postres! Crepes con marmelada ó Nutella saben muy bien de segundo!

Montag, 29. Oktober 2007

Agenturfeier, oder: No Vampires, please!


Da eine Kollegin und ich am selben Tag Geburtstag hatten (16. Oktober, und nein: Das wird wirklich der letzte Eintrag zum thema Geburtstag, ich versprechs!), ich in der Woche aber vollkommen busy war und sie auf Urlaub, haben wir beschlossen, zusammen einfach mal "mehr" auf die Beine zu stellen als nur immer Kuchen. Nach ihrem Urlaub an der Costa Brava lag da das Thema "Spanien" natürlich nahe.

Gestern, also Sonntag, haben wir uns daher um 15 Uhr in ihrer Wohnung getroffen um zu kochen. Die Auswahl der Gerichte wurde natürlich schon im Vorhinein getroffen, ebenso wie der Marathoneinkauf am Samstag (2 Stunden). Wir haben unheimlich reduziert (mit mir ist meine Vorstellung von einem "kleinen Snack für die Kollegen" etwas durchgegangen). Aber immer noch stand auf der Liste:
- Empanadillas
- Sauce Aioli
- Dippsauce Tomate
- Dippsauce Käse
- Datteln in Rohschinken
- Spanische Mandeltorte

Nur gleich vorweg: Die Mandeltorte gabs nicht. Wir hatten keine Zeit mehr, und nach 4h Kochen reichts irgendwann!

Die Rezepte wurden recht brav nach vorgabe gemacht, hier die Links zu Chefkoch.de:

Empanadillas (Blätterteigtäschchen gefüllt mit Thunfisch)
http://www.chefkoch.de/rezepte/288261107550028/Empanadillas.html

Sauce Aioli
http://www.chefkoch.de/rezepte/79761030603184/Aioli-la-Bistro.html

Salsa de Tomate "Ranchero" (Tomatendipp)
http://www.chefkoch.de/rezepte/284781107004240/Salsa-Rancheros.html

Salsa de Ques
o (Käsedipp)
Äh... keine Ahnung... muss ich nachsehen *ups*

Datiles con Serrano (Datteln in Rohschinken)
Das ist so einfach, da brauchts keinen Link: Entkernte, getrocknete Datteln füllen mit je einer gehäuteten Mandel, umwickeln mit einem halben Blatt Serrano-Rohschinken, anbraten in Olivenöl.


Also, wie die Reaktionen sind kann ich noch nicht beurteilen, wir werden erst heute um 17 Uhr essen.
Eines ist aber Tatsache:
Für Vampire ist hier der "Point of no return". Denn wir haben 3 ganze Knollen in den Saucen verarbeitet, von den Zwiebeln und den Chilis ganz zu schweigen. Date hat heute sicher keiner mehr eines!! (Oder wenn, dann wars vermutlich das Letzte *g*).

Sonntag, 28. Oktober 2007

Hausgemachte Pasta & Nusstorte

Nicht alle wissen das von mir, aber: Ich bin eine begeisterte Sammlerin sinnloser Haushaltsgeräte. Popcornmaker, Eismaschine, Donutmaker, Waffelmaker, Schokofondue und seit neuestem: eine Pastamaschine zum Herstellen von 7 verschiedenen Pastasorten.
Gekauft in der Metro letzte Woche. War so: Habe ich mir spontan eingebildet, bin hingefahren, und da gabs 3: Das Angebot um 15 Euro (leider ausverkauft), das Billigteil um 16 Euro und das Geilomanengerät um 75 Euro. Tja, der werte Leser darf raten, was ich mir gekauft habe.
Das musste natürlich gleich ausprobiert werden, dementsprechend stand am Samstags-Plan: PASTA MIT RUCOLA, PARMASCHINKEN UND MASCARPONE.
Gefunden auf chefkoch de: http://www.chefkoch.de/rezepte/223991092651104/Pasta-mit-Rucola-Mascarpone-und-Parmaschinken.html

Am Freitag noch habe ich den Nudelteig zubereitet. Ein Teig zum Verlieben, ist wunderbar geworden. Habe auch noch getrockneten Basilikum zugegeben, war wirklich toll zu machen.
Auch das Ausrollen zu Teifplatten hat noch gut funktioniert. Leider habe ich die aber dann zu dünn gemacht, dementsprechend haben sie sich im Tagliatelle-Aufsatz nicht mehr so gut schneiden lassen. War also mein Fehler, dass sie dann zum Teil nicht so geworden ist, wie ich wollte.
Auf jeden Fall wurden die Tagliatelle zum Trocknen auf Geschirrtücher gelegt und liegengelassen.
Am Samstag dann habe ich zuerst die Torte zubereitet, nach einem Rezept aus dem neuen Gusto:

Strudeltorte mit Schoko-Nussfüllung

80g gehackte Walnüsse, 100g geriebene Walnüsse, 30g brauner Zucker, 30g gehackte Bitterschokolade und 20g weiche Butter vermischen. Honig erwärmen. Eine Spring- oder Tarteform mit Butter ausstreichen. Ein Strudelblatt so falten, dass es in die Form passt, mit flüssiger Butter betreichen, ein zweites Strudelbaltt genauso falten, wieder mit Butter betreichen. Darauf die Hälfte der Nussfülle verteilen und mit Honig beträufeln. Wieder ein Strudelblatt darauf, zweiten Teil der Nussfülle darauf, wieder mit Honig beträufeln und das ganze mit einem 4. gefalteten Strudelblatt bedecken, mit Butter bepinseln. Das ganze bei 180° etwa 25 Minuten ins Rohr.
Dazu reiche man 1 Becher Crème Fraîche verrührt mit 1 EL Staubzucker und 40g geriebenen Nüssen und geachtelte Feigen.

Also gleich mal meine Abwandlung: MEHR Nüsse. Und 30g Schokolade? Geh bitte, da braucht man ja gar net anfangen. Also wie gesagt: Mehr Nüsse und mindestens 100g gehackte Schokolade, dann weiß der Esser zumindest, dass da Schokolade drin sein soll.

Pasta mit Parmaschinken, Rucola und Mascarpone

Zwiebeln schneiden, anbraten, Tomaten in Stücken mit Saft dazuleeren und einkochen lassen. Dann den Mascarpone dazu, verrühren und würzen. Den Parma bandnudelartig schneiden, den Rucola in mundgerechte Stücke zerschneiden. Die Pasta kochen, mit der Sauce vermischen und Rucola und Parma unterheben.
Dazu frisch geriebenen Parmesan (von etwas anderem als frisch geriebenem Parmesan spreche ich hier sowieso nicht, weil dieses fertige Plastik-Zeug braucht echt keiner).
Also ich muss zugeben, ich war jetzt nicht SO überwältigt. Aber alle anderen waren sehr begeistert, kann also sein, dass es nur meinen Geschmacksnerv nicht 100%ig getroffen hat. Auf jeden Fall vorsichtig essen, diese Mascarpone-Sauce hats in sich.

Die Torte war hervorragend, schmeckt annähernd wie Baklava, sehr lecker!

Nach Torte und Pasta brauchte ich auf jeden Fall dringend einen Spaziergang. Hat sich aber nicht wirklich ergeben, weil ein lieber Freund mit seinem Porsche bei mir war übers Wochenende - He, wer geht schon zu Fuß wenn er in einem GT3 mitfahren kann?! Ich auf jeden Fall nicht. Poah ich bin IMMER noch pappsatt...

Nationalfeiertagshuhn

FREI! Juhu! Es war eine kurze Woche, trotzdem intensiv. Am Vortag habe ich noch die Zutaten eingekauft für mein Zitronenhuhn:
1 Biohendl (nur glückliche Hühner auf meinem Tisch)
Zitronen und Limetten
Kartoffeln

Eine sehr einfache Sache dieses Zitronenhuhn:
Am Vortag das Huhn zerteilen und in einer Marinade aus
- Zitronensaft von 4-5 Zironen
- Olivenöl
- Salz
- grob gemahlener Pfeffer
- Thymian
- gepresstem Knoblauch
über Nacht im Kühlen stehenlassen.
Angeblich ist so ein Zitronenhuhn ein angenehm leichtes Sommergericht, ich persönlich finde es ein wunderbares "Draußen ist es kalt"-Gericht, weil man diesen Riesenpott mit dem eingeweichtem Huhn darin auf dem Balkon stehen lassen kann und dafür nicht den halben Kühlschrank ausräumen muss.
Die unter uns mit dem harten Magen könntens ja auch so stehenlassen, ich persönlich steh mir's nicht so auf Salmonellen, ist aber Geschmackssache.
Am nächsten Tag dann Kartoffel schälen (je nach Hunger der Esser bzw. mehr Kartoffeln, wenn zuwenig Huhn da ist), in gleich große Stücke schneiden, auf das Blech legen und dick mit einer Marinade aus Olivenöl und VIEL gepresstem Knoblauch bestreichen. Zusätzlich noch eine Handvoll Knoblauchzehen als Ganzes mitbraten, schmeckt sehr lecker. Dann das Huhn zwischen die Kartoffeln legen, mit Limettenscheiben bedecken, und ab damit ins Rohr bei 200° für ca. eine Stunde.
Wer eine knusprige Haut will, schaltet in den letzten 10 Minuten den Grill dazu.

Guter Tipp: Für alle, wo die Mutter dabei ist, wenn gekocht wird: Nerven bewahren. Problem ist nämlich, dass Mütter in ihrem Leben schon etwa 1000 Hühner zubereitet haben. Und sie kritisieren dauernd: Wie man das Huhn zerteilt, warum kein Rosmarin in der Marinade ist, warum noch Fett am Huhn ist etc etc. Das geht ja noch, dümmer ist, dass sie Recht haben - was mir persönlich ja am meisten auf den Sack geht. Wenn ich mal ein Huhn mache, neben mir steht aber wer, kritisiert und hat dann auch noch Recht. Super.
Deshalb mein Tipp: Entweder gleich Rosmarin dazugeben oder Muttern aus der Küche scheuchen.
Guten Appetit!

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Herbstliche Tischdeko

Was ich vielleicht noch anmerken will (ganz kurz, versprochen, ich weiß ich plaudere gerne viel):
Die Tischdekoration meines Herbstmenüs:
Weiße Keramikteller mit grünem Blattmuster auf Platztellern aus geflochtenem Korbmaterial.
Gefaltete Servietten in festem, grünem Papier, Falz "Kardinalshut", dekoriert mit rotem Herbstlaub
Messer und Gabel quer über den Teller, Löffel neben dem Teller.

Und natürlich ganz wichtig: Haufenweise rotes, gelbes und grünes Herbstlaub über den ganzen Tisch verteilt!

(Wenn man Sitzordnungen haben möchte, empfiehlt es sich auch, auf besonders schön gefärbte, sehr große Blätter den jeweiligen Namen mit Gold- oder Silverstift zu schreiben).

Geburtstagsessen zum 25.!

Was für eine Woche!
Eigentlich war mein Geburtstag am Dienstag, 16. Oktober. Aber aufgrund von SEHR viel Arbeit, meinen Tanzstunden nebenbei und schwerem Freizeitstress war es schon ein Wunder, dass mir meine Familie überhaupt schnell gratulieren konnte.
Also wurde allgemein beschlossen, die Feier auf den Sonntag danach zu vertagen. Und weil ich nun mal nicht der Party-Macher bin, trotz Jubiläums-Geburstag, habe ich eben die 6 guten Freunde eingeladen, die gerade NICHT auf Urlaub waren (gar nicht so einfach).
Nur um mein Wochenende zu dokumentieren, um festzuhalten, dass es eigentlich ein Wunder war, dass ich überhaupt zum Kochen gekommen bin:
Freitag bin ich um 21 Uhr von Vorarlberg heimgekommen und um 23:30 noch weiter nach Wien gefahren.
Samstag bin ich um 17:30 von Wien nach Hause gekommen (Oberösterreich).
Kochen bis 22:30.
Sonntag um 12:30 sind die Gäste gekommen, also ab 10:30 die Vorbereitungen.

So, mein organisationstalent ist bewiesen, jetzt das Wesentliche:
Was gab es zu essen?

Menütitel: HERBSTLICHES MENÜ

Amuse Geule & Aperitiv: Frische, heiße Maroni und Sekt (ok, zugegeben, das ist noch nicht so aufregend)

Suppe: Kürbiscremesuppe mit einer Einlage von Kürbiskernen und Kürbiskernöl

Hauptspeise: Hirschgulasch mit Bandnudeln

Nachspeise: 7-schichtige Banana Split Torte


Eigentlich hätte ja statt dem Hirschgulasch ein Rehgeschnetzeltes serviert werden sollen, aber hat wer eine Ahnung was Rehfilet kostet? Und dann noch für 11 Personen? Das wird mal im kleineren Kreise gemacht ;)

Nun zu den Rezepten:

Kürbissuppe

Das Basisrezept der Suppe stammt aus dem Kochbuch "Die Gute Küche" von Plachutta und Wagner. Übrigens DAS Standardwerk. Ohne dieses Buch gäbe es kein Kochen. Ohne dieses Buch gäbe es kein Essen. Ohne dieses Buch würden ich und meine Mutter in pure Verzweiflung und spontan auftretende Depressions-Phasen stürzen. Meine Meinung: Dass die Welt einmal ohne dieses Kochbuch leben konnte ist für mich eines der großen Rätsel der Menschheit und kommt gleich nach der Frage nach dem Ursprung des Universums. (ich habe es sogar mitübersiedelt, als ich ein Jahr in Los Angeles gearbeitet habe.)

Tja, ich schweife ab. Die Zutaten (4 Pt.)
400g Kürbisfleisch
6dl klare Suppe
40g Butter
50g Zwiebeln
20g Mehl
1/4l Schlag
Salz, Pfeffer

Zubereitung: Kübrisfleisch klein schneiden, feingeschnittene Zwiebeln in der Butter anrösten. Kürbis beigeben, andämpfen, mit Mehl abstauben, mit Suppe aufgießen und kochen, bis der Kürbis weich ist. Passieren. Schlag dazu, abschmecken.

Wichtig ist die Abwandlung: Doppelte Menge ist für mich bei diesem Rezept Pflicht. Man kann die Suppe ja auch gut enfrieren. Und in Mini-Portionen kochen, da leidet eben meistens der Geschmack. Für diejenigen, die wie ich schon vom Dran-Denken die Speckpölsterchen ansetzen: Ersetzen des Schlagobers durch Vollmilch! Militant genug, um Magermilch zu verwenden bin ich nicht, ein bissl Fett für den Geschmack muss schon sein.
Auch wichtig: Muskatnuss. Ohne Muskat keine Kürbiscremesuppe. Und wer es gerne ein bisschen pfeffriger mag neben dem normalen Pfeffer: Cayennepfeffer! Aber vorsicht, je länger die Suppe steht, desto intensiver wird der Cayennepfeffer!
Apropos stehen: REGEL NUMMER 1 BEI CREMESUPPEN: Immer (!!) am Tag davor kochen. Die Gewürze müssen wirken... und die Geschmacksnerven kümmert es überhaupt nicht, was im Magen erst wirkt, wenn es vorher noch nicht durchgezogen war!

Hirschgulasch

Auch hier stammt das Basisrezept aus "Die Gute Küche"

800g Hirschschulter
150g Speck geräuchert
250g Zwiebeln
6EL Butterschmalz
2EL Paprikapulver, edelsüß
4dl Wasser
1/8l Sauerrahm
20g Mehl
Salz, Pfeffer
Zubereitung: Fleisch in 3cm große Würfel schneide, Zwiebel und Speck klein schneiden und anrösten. Fleißsch dazu, mit Paprika bestreuen, mit Wasser übergießen, salzen, zugedeckt dünsten bis das Fleisch weich ist. Ev. Flüssigkeit ergänzen. Danach Fleisch aus dem Saft heben, Mehl mit Sauerrahm verrühren und damit die Suppe binden. 10 min kochen, Fleisch dazu, fertig.

Auch hier ist es die Abwandlung, die aus einem normalen Rezept ein HAMMERrezept macht!
Zusätzliche Gewürze: Thymian und Majoran, Pfefferwürzmischung von Kothany, scharfes Paprikapulver statt mildem, Cayennepfeffer.
Nach dem Kochen und Abkühlen jeweils 1/8l Portwein und kräftigen Rotwein dazu.
Serviert wird das ganze entweder mit Serviettenknödeln (mir etwas zuviel) oder Bandnudeln, al dente gekocht und in Butter geschwenkt.
Wie bei jeder Speise macht natürlich die Zutatenqualität alles aus: Habe Hirschschulter bei Metro gekauft in Spitzenqualität!, hat sich schon wie Butter schneiden lassen. Und nach 1,5 bis 2h Kochzeit ist es sehr zart gewesen. Toll!

Für alle Leser, die sich nicht so für Schärfe im Essen begeistern können: Mildes Paprikapulver verwenden, Cayennepfeffer weglassen und nur mit Pfeffer würzen. Nachdem ich am Abend nach dem Essen von einem meiner Gäste den dezenten Hinweis bekommen habe, es wäre zu scharf gewesen (Dezenter Hinweis im Wortlaut: "Ich werde nun die Tiefe meiner Freundschaft zu dir beweisen, indem ich dir ehrlich sage, so gut hat es mir nicht geschmeckt, weil es zu scharf war!")
Bevor ich da jetzt eine philosophische Diskussion darüber anfange, ob gute Freundschaft eher zarten Lügen oder scharfe Wahrheiten verlangt, möchte ich nur anmerken: Der Geschmack des Gulaschs war toll! Nur ist es eben Ansichtssache, ob Schärfe dazugehört oder nicht (gilt übrigens auch für die Suppe, siehe oben).

Banana Split Torte

Originalrezept kommt aus dem bekannten Forum chefkoch.de:
http://www.chefkoch.de/rezepte/542351151584374/Banana-Split-Traum.html
Kurz zu Chefkoch: Hey Leute, ohne das geht's nicht! Kommt bei den Fragen meines Lebens gleich an 3. Stelle hinter Universums-Entstehung und Leben ohne "Die Gute Küche".

Und gleich zu den Abwandlungen, die das Rezept meiner Meinung nach verbessern:
1. In die Schokocreme lieber 100g Bitterschokolade. Vorsicht: Die Creme wird dadurch fester!
2. Ohne Alkohol in den Cremes geht gar nichts! Wir reden ja hier nicht von Kindergeburtstag! Also: In beide Cremes kräftig Rum oder Grand Marnier. Ich werde beim nächsten Mal sogar soweit gehen, die Tortenböden mit hochwertigem Rum leicht zu beträufeln. (Ja, ich bekenne mich zu den Anonymen Alkohol-in-Torten-und-zwar-massig-Mitgliedern).
3. In die Vanillecreme muss dringend mehr Vanillegeschmack, ich schlage vor, echtes Vanillemark zu nehmen. Theoretisch, das fällt mir gerade spontan ein, könnte man auch den Vanillepudding weglassen, Mascarpone vermischt mit geschlagenem Obers (leichter: Topfen) zu verwenden und MEHR Vanillemark zu nehmen.

Um dem Ganzen den herbsteindruck zu geben wurde die Torte nach dem Überziehen mit Schlagobers noch mit Schokoladeblättern verziert:
Echte Blätter nehmen (je deutlicher das Blattgerippe, desto schöner das Ergebnis), kurz heiß abspülen, in nicht zu flüssige Schokolade eintauchen und im Tiefkühler abkühlen. Danach vorsichtig die Blätter von der Schokolade abziehen.


Soviel zu meinem Herbstmenü diesen Sonntag. Gerne nehme ich natürlich Anregungen und Berichte vom Nachkochen entgegen. Von Freunden lasse ich mich eventuell sogar in die philosophische Diskussion (siehe Hirschgulasch) ziehen.
Bin schon am Planen für das Wochenende. Sieht gut aus, also wieder reinschauen!