Samstag, 25. Juni 2011

Kashmirischer Pilaw

Und weiter geht es mit der Begeisterung für indisches Essen. Diesmal eine andere Speise, ein Reisgericht namens Pilaw.
Ich empfehle, dieses Gericht eher im Winter zu essen. Aufgrund der Zusammenstellung verschiedener Lebensmittel, nämlich Zimt, Nelken, Mandeln und Rosinen, schmeckt dieser Pilaw für unsere Geschmacksnerven eher wie ein großes Weihnachtskeks. Gut, aber sehr ungewohnt.
Außerdem kann ich (nur ausnahmsweise, nur dieses eine Mal) nicht empfehlen, Rosinen zu verwenden, die in Rum eingweicht waren. Das passt sowas von gar nicht dazu, dass es fürchterlich ist. :)

Kashmirischer Pilaw
aus dem Koch Buch "Indisch Kochen - ganz easy"
Pflanzenöl
3/4 TL Kreuzkümmelsamen oder wenig gemahlener Kreuzkümmel
Garam Masala nach Geschmack
1 Zimtstange
3 Gewürznelken
3 grüne Kardamonkapseln
1 Lorbeerblatt
1 Zwiebel gehackt
15 g Mandelblättchen
10 g Rosinen
200 g Basmatireis
1 Briefchen Safran
2 getrocknete Feigen, gehackt
15 g gehackte Walnusskerne
1 Hendlbrust
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
5 EL Milch

Den Safran in ein der erhitzten Milch einweichen. Den Reis in einem Sieb waschen, bis das Wasser klar abläuft, dann in einen Topf geben und mit Wasser bedecken.
Öl in einem großen, beschichteten Topf erhitzen. Ungemahlene Gewürze und Lorbeerblatt darin anrösten. Die Zwiebel zugeben, anbraten. Mandeln und Rosinen zufügen und einige Minuten bräunen.
Den Reis in einem Sieb abtropfen, in den Topf geben und 1 Minute unter Rühren anbraten. 400 ml Wasser, Safranmilch, Feigen und Salz zufügen. Ein paar Minuten kochen lassen, dann auf schwache Hitze hinunterschalten, den Topf zudecken und 10 Minuten kochen bis der Reis weich ist. Wenn nicht, noch weiter quellen lassen. Sollte der Reis durch, aber noch zu feucht sein, dann Hitze wieder etwas erhöhen und Wasser ohne Deckel verdampfen lassen.
Inzwischen die Hühnerbrust schnetzeln, mit Salz, Pfeffer und Garam Masale würzen und in einer Pfanne in etwas Öl durchbraten.
Den Reis mit Salz, Pfeffer und Garam Masala abschmecken. Walnüsse unterrühren und die Fleischschnetzel unterheben.


Der Pilaw ist sehr lecker, allerdings etwas ungewöhnlich durch die süß-saure Zusammenstellung der Zutaten. Ohne Rum schmeckt er sicher besser. :) Aber so lernt man aus Fehlern, dass Rumrosinen eben doch nicht in allen Gerichten ohne Ausnahme gut schmeckt!
Ohne das Hühnchen ist der Pilaw ein tolles vegetarisches Gericht.

Außerdem habe ich heute in einer Schüssel Marillenlikör angesetzt. Dazu aber mehr nach der Fertigstellung in einigen Tagen!

Donnerstag, 23. Juni 2011

Pasta á la "Was der Kühlschrank hergibt"

Am Vortag um 20 Uhr heimgekommen, weit nach jeder Supermarkt-Öffnungszeit und am nächsten Tag auch noch ein Feiertag, wo außer Tankstellen gar nichts offen ist?
Am besten kreativ den Kühlschrank nach Möglichkeiten durchforsten. So ist bei mir aus dem Rezept aus "Die gute Küche Teil II" von Plachutta mein eigenes Rezept geworden, einfach deshalb, weil die Hälfte der Zutaten einfach nicht verfügbar waren.

Überbackene Penne Grecco
Meine Eigenkreation für 4 Personen
350 g Penne
Butter
Mehl
Milch
200 g Feta
entsteinte Oliven
6 Stück getrocknete Tomaten in Öl
Sardellen
Salz, Pfeffer, Oregano, Muskatnuss
geriebener Parmesan oder Gouda

Penne in Salzwasser al dente kochen. Die Oliven, die Sardellen, den Feta und die getrockneten Tomaten klein schneiden. Butter in einem Topf schmelzen, Mehl dazu und damit eine Einbrenn anrühren. Langsam Milch dazugeben, immer nur wenig und umrühren, bis die
Einbrenn alles aufgesaugt hat. Solange Milch dazugeben und verrühren, bis die Masse sehr dickflüssig ist. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Oregano würzen.
Den Backofen auf 200°C vorheizen.
Die Béchamel über die abgetropfen Nudeln geben. Tomaten, Sardellen, Oliven und Feta ebenfalls dazugeben und alles gut verrühren.
Die Masse in eine Auflaufform füllen, den geriebenen Käse großzügig darüberstreuen. im Ofen überbacken, bis der Käse goldbraun ist.

Dazu am besten einen grünen Salat servieren. Mahlzeit!
(Und beim Nachkochen einfach Kreativ mit den im Kühlschrank zu findenden Zutaten sein!)

Mittwoch, 22. Juni 2011

Kulinarischer Alkoholismus

Wenn mein Freund meint, ich würde an kulinarischem Alkoholismus leiden, meint er damit nicht, dass ich während dem Kochen gern einen hebe (dafür bin ich meistens viel zu beschäftigt), sondern dass es bei mir kaum ein Gericht gibt, das nicht mit Alkohol verfeinert wird.
Würde ich als Label in diesem Blog das Wort "mit Alkohol" einführen, so wäre das auf jeden Fall die häufigste vorkommende Kategorie, sogar noch weit über den Desserts.

Ich halte das Thema Alkohol für ein unabdingbares Thema wenn es um die Küche mit feinem Geschmack geht. Denn es sind die Nuancen, die der Alkohol bringt. Ein Suppe ist natürlich, wenn sie gut gewürzt ist, auch ohne Weinbrand gut. Aber dieses ganz spezielle Augenverdrehen der Gäste, weil die Suppe nicht nur sehr gut, sondern himmlisch ist, das ist dann eben doch der Weinbrand.

Deshalb möchte ich im Anschluss die Alkohole vorstellen, die ich für begeisterte Köche und Köchinnen für unverzichtbar halte. Keine Sorge, es sind nur 3 :)

Orangenlikör
Die zwei Marken, die man bei uns hauptsächlich bekommt, sind die zwei französischen "Cointreau" und "Grand Marnier". Welchen man davon nimmt, ist für den geschmack völlig egal, für das Geldbörserl nicht, deshalb empfehle ich Cointreau.
Cointreau ist völlig unverzichtbar in Desserts. Vor allem in Cremes ist das feine Orangenaroma ein Traum. Ein berühmtes Beispiel für die Anwendung ist "Soufflée Grand Marnier", ein gefrorenes Orangenlikör-Dessert, das ich hier sicher bald einmal vorstellen werde. Ganz hervorragend macht sich Orangenlikör natürlich auch über einem Orangensalat mit Pinienkernen. Selbstverständlich kann man ihn auch für Kuchen verwenden, allerdings bin ich der Meinung, dass das sehr feine Aroma dafür etwas zu schade ist.

Weinbrand
Weinbrand ist der allgemeine Name für einen Alkohol, der bekannt ist unter großen Namen wie Armagnac und Cognac. Die letzteren zwei Begriffe dürfen nur für Weinbrand verwendet werden, der in ebendiesen Gegenden hergestellt wird.
Empfehlenswert zum Kochen ist der Weinbrand Stock, der preislich und geschmacklich für das Kochen ideal geeignet ist. Natürlich tut es auch jeder andere Weinbrand.
Weinbrand ist die Grundzutat, die wie schon oben erwähnt, aus guten Cremesuppen fantastische Cremesuppen macht. Der Alkohol kann dabei auch aus der Suppe herausgekocht werden, ganz egal - das Aroma bleibt größtenteils erhalten. Man darf auch wirklich reichlich verwenden.
Ebenfalls toll macht sich Weinbrand in Pfeffersteaks oder ähnlichen feinen Saucen.
Hier schlage ich meinen treuen Lesern (A&F) auch vor, zu experimentieren, man kann eigentlich nichts falsch machen bei Saucen und Weinbrand.

Rum
Rum ist in der Backküche das A und O eines jeden Teiges. Mit Rum ist es wie mit dem Weinbrand: Teure Sorten sind Verschwendung, daher am besten Inländer-Rum verwenden.
Rum muss unbedingt in jeden Teig. Dabei würde ich niemals auf das künstliche Rum-Aroma zurückgreifen, wie es in Supermärkten bei den Backwaren erhätlich ist. Sollte der Teig aufgrund großzügiger Rum-Anwendung ("zu großzügig" gibt es eigentlich nicht) zu flüssig werden, einfach vorsichtig mit etwas mehr Mehl als im Rezept angegeben ist wieder korrigieren.


In diesem Sinne wünsche ich meinen lieben Lesern viel spaß beim Anstecken mit dem kulinarischen Alkoholismus. Für jeden Begeisterungssturm bin ich gerne bereit, per Kommentar Dankbarkeitsbezeugungen anzunehmen!

Alles Banane!

Samstag war nicht mein Tag. Das fing schon damit an, dass ich erst um kurz nach 9 Uhr aufgewacht bin, obwohl ich um diese Uhrzeit schon längst im Einkaufszentrum sein hätte sollen. Konkret stand bis 13 Uhr am Plan: Geburtstagsgeschenk für meine Mum besorgen, Bananenschnitten machen, Haare waschen und pünktlich wegfahren, um meinen Bruder vom Münchner Flughafen abzuholen.
Aber ganz in der Früh war ich noch recht entspannt, habe das Geburtstagsgeschenk besorgt und war auch recht flott wieder zuhause, wo ich gleich die Bananenschnitten angehen wollte, als mir aufgefallen ist, dass ich keinen Staubzucker im Haus habe. Nach einem kurzen Anflug von Panik und der Überlegung, die dummen Schnitten Schnitten sein zu lassen, hat sich mein braver Freund erbeten, Staubzucker zu besorgen. Während er also Einkaufen war, habe ich den Punkt "Morgenwäsche & Haare waschen" erledigt und dann gewartet, bis er wieder da war.
Die Bananenschnitten waren super zu machen. Der Biskuit ist so aufgegangen, dass er für das Schnittenblech zu hoch wurde und von mir halbiert werden musste.
Schließlich war es 12:45, als ich die Glasur über dem Kuchen verteilt habe, also perfektes Timing. Das Blech habe ich mit einer Trägerhaube abgedeckt, es wurde ins Auto verfrachtet und ab gings nach München.
Richtung München in den Stau.
Und in noch mehr Stau.
In soviel Stau, dass ich die pünktliche Abholung meines Bruders vom Flughafen in den Wind geschrieben und mir überlegt habe, meinen Staufrust in Bananenschnitten zu ertränken. Als mich mich nach diesen umgesehen habe, um meine Überlegung wahr werden zu lassen - Schock! Deshalb hat es also im auto so gut nach Schokoglasur gerochen! Weil selbige sich, beim Verladen immer noch flüssig, in meinen Kofferraum entleert hat!
Verdammt! Ich musste also Stop-and-Go bis zum Flughafen warten, um mir die Ganzheit der Sauerei zu geben, die noch schlimmer war als befürchtet.
Zumindest konnte ich dann meinen Bruder in die Arme schließen und mir auf dem Weg zurück zum Auto bei verschiedenen Bistros ein Kilo Servietten erbetteln, die allerdings auch nix geholfen haben.

Die Bananenschnitten allerdings waren ein Traum. Immerhin. Glasur war immer noch genügend drauf. Ich werde daran denken, wenn ich in den nächsten Tagen meinen Kofferraum ausschrubbe.
Das Besondere an den Schnitten ist übrigens die hausgemachte Creme. Viel besser als Vanillepudding!

Bananenschnitten
aus dem Kochbuch "Die gute Küche II" von Wagner/Plachutta, mit Abwandlungen

Zutaten Biskuit
7 ganze Eier
260 g Staubzucker
Schale einer Zitrone
200 g glattes Mehl
säuerliche Marillenmarmelade
Rum

Zutaten Creme
90 g Stärkemehl
3/4 l Milch, etwas mehr im Vorrat vorsichtshalber
150 g Butter
90 g Staubzucker
1 Spritzer Zitronensaft
2 Packerl echter Vanillezucker
Rum

Zutaten Belag
200 g Haushaltsschokolade (Manner)
200 g Butter
5-8 Bananen (nach Blechgröße)

Für den Biskuit die ganzen Eier mit Staubzucker etwa 15 Minuten lang schaumig rühren (für alle jene armen Schweine, die nicht im Besitz einer Küchenmaschine sind: viel Spaß. Es ist nämlich wirklich nötig, die Masse verfünffacht sich dabei).
Zitronenschale, Mehl und Rum unterheben.
Auf ein tiefes Backblech Backpapier legen, die Masse einfüllen und glatt streichen. Bei 200°C backen, bis eine Holznadel ohne Rückstände herauskommt (10-15 Minuten).
Auskühlen lassen, Backpapier abziehen und Teigplatte wieder aufs Blech legen.

Für die Creme etwas Milch mit Stäkemehl glattrühren, die restliche Milch mit Vanillezucker aufkochen. Mehlmischung unter stetigem Rühren einmengen, dabei wird die Masse sehr dick. Sie soll nicht mehr rinnen, aber rührbar sein, d.h. eventuell mit etwas Milch verdünnen. Danach kalt stellen (Tipp: in einen Hefen mit Eiswasser stellen, geht schnell).
Butter, Staubzucker, Rum und Zitronensaft sehr schaumig rühren, die ausgekühlte Milchcreme löffelweise unterrühren.

Schokolade und Butter in der Mikrowelle bei niedriger Wattzahl schmelzen. Sollte sie dabei zu warm werden, einfach gut umrühren und unter Rühren auskühlen lassen.

Den Biskuitboden mit Marmelade dünn einstreichen. Bananen der Länge nach dritteln, den Biskuit dicht belegen. Die Creme darüber glattstreichen. Mit einem Schöpflöffel vorsichtig die Schokoglasur darüber verteilen.

Tipp: Kühl stellen, damit bei euch nicht wie bei mir die Glasur dann irgendwo landet, wo sie auf keinen Fall hinsoll.

Mit der hausgemachten Creme ist das eine sehr leckere Sache, auf jeden Fall besser als mit Vanillepudding (der allerdings und zugegeben, als Fertigprodukt schon Zeit spart).

Freitag, 17. Juni 2011

Die indische Versuchsküche Teil 2

Wenn mein Freund, seines Zeichens süchtig nach indischem Essen, am Freitag nach Hause kommt, kann es natürlich nur eines geben: indisches Essen. (Wenn jemand jetzt auf Japanisch getippt hätte, hätte er... naja zumindest den Kreativpreis gewonnen).
Also habe ich mein aktuelles Lieblingskochbuch zur Hand genommen und mich für ein neues Rezept entschieden, diesmal aus der Fischküche.
Laut Rezeptbeschreibung ist kein Fisch vorgegeben, man soll sich für einen festfleischigen Fisch entscheiden. Ich hatte vor, mich vom Fischhändler beraten zu lassen, aber als ich in die eisgefüllte Theme blicke, was sehen meine wunden Augen? Butterfisch! Wunderbaren Butterfisch! Ich liebe Butterfisch. Als Sushi, als Sashimi, gegrillt, gebraten, völlig egal - Hauptsache, es ist Butterfisch. Als habe ich uns zwei dicke Butterfischsteaks besorgt und mich ans Kochen gemacht.

Nordindisches Fischcurry

für 2-4 Personen, je nach Anzahl der Fischsteaks
aus dem Buch "Indisch kochen - ganz easy"

Pflanzenöl
4 Gewürznelken
2 schwarze Kardamonkapseln
5cm Zimtstange
1 gehackte Zwiebel
5 Knoblauchzehen
2cm Ingwerwurzel
1 rote Chili, frisch
1/2 TL gemahlene Kurkuma
1/2 TL Cayennepfeffer, nach Geschmack
1 gehäufter TL gemahlener Kreuzkümmel
1-2 TL Garam Masala
1/2 TL frisch gemahlener Pfeffer
Salz
1 Dose Tomaten, gestückelt
50g Cashews
Pro Esser ein Fischsteak
frischer Koriander

Vorbereitung (macht das Leben bei einem Gericht mit sovielen Gewürzen deutlich einfacher): Alle gemahlenen Gewürze und die ganzen Gewürze jeweils in ein Schüsselchen geben. Auf einer Untertasse die entkerne Chilischote, den gepressten Knoblauch und den sehr fein gehackten Ingwer vorbereiten. Die Cashews mit ein bisschen Wasser zu einer Paste mahlen.

Öl in einem beschichteten Topf erhitzen. Die ungemahlenen Gewürze darin 30 Sekunden anrösten. Zwiebel zugeben und gut anbraten. Knoblauch-Ingwer-Chili dazu und unter Rühren ein paar Minuten anschwitzen.
Gemahlene Gewürze und Salz dazugeben. Tomaten und 100ml Wasser hinein und bei starker Hitze unter Rühren das ganze Wasser verdampfen lassen. Die Hitze etwas reduzieren und die Masse unter rühren reduzieren.
Die Cashewpaste unterrühren. 200ml Wasser zugeben, zum Kochen bringen, abdecken und 10-15 Minuten leicht köcheln lassen. Kosten - wenn die Sauce nicht intensiv genug schmeckt, ohne Deckel einkochen. Die Fischsteaks in die Sauce geben und durchgaren. Mit frischem gehackten Koriander bestreuen und servieren.
Dazu passt am besten Basmatireis.

Wiedermal ein wirklich leckeres Rezept, das, wenn mal einmal den Grundstock an Gewürzen hat, gar kein Problem mehr ist.
Und dieser Butterfisch... wunderbarer Butterfisch... in dieser Sauce... mhmmmm!

Schnelles Mittagessen mit Camembert

Zu spät fürs Mittagessen und am Abend steht noch ein größeres Dinner an? Deshalb habe ich mir heute einen schnellen Camembert-Toast gegönnt. Dafür braucht man nur wenige Zutaten, es geht fix und schmeckt total lecker. Diät-Futter ist es zugegebenermaßen nicht gerade, aber für die Vitamine kommt ja deshalb das frische Obst dazu.

Heißer Camembert-Toast



Camembert (oder Brie, oder Chaumes, oder whatsoever)
Toastbroat oder weiße Brötchen
Rumrosinen
Obst


Den Camembert in dicken Scheiben auf das Toastbrot legen, mit Rumrosinen bestreuen und ein paar Tropfen Rum auch darübergeben. Stattdessen oder zusätzlich schmecken auch Apfelscheiben sehr gut. Das Ganze im Sandwichtoaster überbacken, bis der Käse rinnt.
Dazu Obst servieren.

So schnell, so gut, ...

Donnerstag, 16. Juni 2011

Neue Welten im Marmeladeglas

Heute habe ich mich in ganz neue Gefilde gewagt, und zwar in die Welt der Marmelade (und später auch noch in die Welt des indischen Chai). Ich habe im Leben noch nie Marmelade gekocht, ich hab noch nicht mal jemals meiner Mutter dabei geholfen. Dank Google und zwei Einmach-Kochbüchern in meinem Besitz habe ich mich aber soweit vorinformiert, dass ich mich darüber getraut und die letzten Momente der heurigen Erdbeersaison ausgenützt habe.
Und... ha! Das ist ja kinderleicht!
Um etwaiges Anfängerglück nicht überzustrapazieren habe ich ganz einfach begonnen, mit besagter klassischer Erdbeermarmelade (lt. EU übrigens Konfitüre, aber daran will ich mich nicht gewöhnen).


Erdbeermarmelade

3 kg vollreife Erdbeeren
1,5 kg Gelierzucker 2:1
Rum
4 Vanilleschoten
Saft einer Zitrone

Zuvor ist zu sagen: Aus 3kg Erdbeeren hatte ich nach dem Putzen noch etwa 2,2kg übrig - entsprechend muss man die Gelierzuckermenge anpassen (Gewicht Erdbeeren : 2 = Zuckermenge). Das waren bei mir 10 Gläser á 370ml Marmelade.
Als Vorbereitung die Erdbeeren waschen und putzen. Die Marmeladegläser mit heißem, wenn möglich kochendem Wasser ausspülen und kopfüber auf ein Geschirrtuch zum Abtropfen und Trocken stellen.
Die Erdbeeren mit dem Zitronensaft in einen möglichst großen Topf geben und mit einem Stabmixer pürieren. Den Zucker dazugeben. Je nachdem, ob man nur Rumgeschmack oder tatsächlich alkoholische Marmelade will, den Rum gleich beigeben (Alkohol kocht sich aus) oder erst nach dem Kochen. Ich habe etwa 250ml verwendet.
Die Vanilleschoten aufschneiden, das Mark herauskratzen. Mark und Vanilleschoten den pürierten Erdbeeren beigeben. Eine kleine Untertasse für die Gelierprobe in den Tiefkühler stellen.
Den Topf unter ständigem Rühren erhitzen bis das Fruchtmark kocht. 4 Minuten schwach köcheln lassen, dann eine Gelierprobe machen (einen TL heiße Marmelade auf den tiefgekühlten Teller geben. Wenn sie geliert, dann passt es, ansonsten weiterkochen und wieder probieren).
Die Marmelade mit einem Schöpfer randvoll in die vorbereiteten Gläser füllen. Sehr hilfreich ist dabei ein spezieller breiter Trichter, dann patzt man nicht auf den Gläserrand.
Die Gläser fest zuschrauben und sofort auf den Kopf stellen. Etwa 30 Minuten auf dem Kopf stehen lassen, dann umdrehen und ganz auskühlen lassen.


Natürlich kann ich meine leckere Marmelade jetzt noch nicht probieren, während sie abkühlt. Deshalb habe ich mir stattdessen und als Belohnung einen indischen Masala Chai gemacht.
Ich bin ja total süchtig nach Starbucks' Chai Latte. Wunderbar! Die machen ihn allerdings mit Sirup. Als ich mir Sirup kaufen wollte hat mich mein Freund für verrückt erklärt, da er früher immer "echten" Masala Chai aus Gewürzen getrunken hat.
Nun ja, nachdem ich nach meinem indischen Kochabenteuer vor 3 Tagen mit Gewürzen top-ausgestattet bin, habe ich mich gleich drangemacht und ein Masala Chai Rezept von Chefkoch probiert. Ich habe mich strikt an das Rezept gehalten, mir ist es aber zuviel Schwarztee. Deshalb hier meine ganz leicht abgeänderte Version:

Masala Chai Tee
für 2 Personen

3 Tassen Wasser (ca. 450 ml)
2 Tassen Milch (ca. 300 ml)
3 grüne Kardamon-Kapseln
2 ganze Nelken
1/2 EL Fenchelsamen
1/2 TL Anis
1/2 Stange Zimt
1/4 - 1/2 TL frischer Ingwer, fein gehackt
1 EL schwarzer loser Tee
3-4 EL Honig

Alle Gewürze und den Honig in der angegebenen Wassermenge aufkochen und 10 Minuten schwach köcheln lassen. Die Milch hinzugeben und unter gelegentlichem Rühren nochmals 5 Minuten schwach köcheln. Schließlich den Tee dazugeben, aufkochen und vom Herd nehmen. Für belebenden Chai 3-5 Minuten ziehen lassen, für beruhigenden Chai 6-10 Minuten ziehen lassen.
Durch ein feines Sieb in Gläser füllen.
Das Foto habe ich mir von der Chefkoch-Rezeptautorin "geliehen" :)

Ich finde ihn sehr lecker, der kommt schon recht nahe an das heran, was Starbucks bietet. Nächstes Mal werde ich einen Teil der Milch aufschäumen und später dazugeben, yum :)

Montag, 13. Juni 2011

Das indische Erstlingswerk

Seit einer Woche bin ich im Besitz eines wunderbaren indischen Kochbuchs namens "Indisch Kochen - ganz easy", das ich heute zum ersten Mal getestet habe. Nun habe ich zwar von meinen sonstigen asiatischen Gerichten schon einige Gewürze zu Hause, aber bei Indisch kann man praktisch von vorne anfangen.
Ganz begeistert bin ich von einem asiatischen Laden in Salzburg, der zwar klein ist, aber wirklich hervorragend sortiert. Dorthin ging es am Samstag mit einer elends langen Liste. Zum Glück ist das ja alles recht günstig.

Das folgende Rezept ist wirklich einfach und recht rasch zu kochen... beim zweiten Mal. Beim ersten Mal muss man nicht nur das Besorgen der Gewürze mit einrechnen, sondern auch die Herstellung der Gewürzmischung. Aber nachdem mein Freund sich ausschließlich von indischer Küche ernähren könnte, gehe ich mal davon aus, dass ich meine arbeitsreiche Gewürzmischung ohnehin wieder brauchen werde!

Gewürzmischung Schwarzes Masala
aus dem Buch "Indisch Kochen - ganz easy"


30g Kokosraspel
2 EL Sesamsamen
50g Koriandersamen
Pflanzenöl
1 TL schwarze Pfefferkörner
1 zerbrochener Sternanis
2 EL Kreuzkümmelsamen
1 TL Kümmelsamen
8 Gewürznelken
2 schwarze Kardamonkapseln
1 große getrocknete rote Chilischote
1/2 Zimtstange
2 Lorbeerblätter

In einer großen Pfanne auf mittlerer Stufe die Kokosraspeln golden anrösten, in eine Schüssel leeren. Die Sesamsamen ebenfalls golden anrösten und in die Schüssel geben. Danach die Koriandersamen gut bräunen, nicht zu dunkel werden lassen, und in die Schüssel geben.
1-2 TL Öl in die Pfanne geben, und die restlichen Zutaten bei schwacher Hitze rösten, bis sie anfangen zu duften. Alles in die Schüssel geben und abkühlen lassen.
Die Mischung in einer Gewürzmühle mahlen. Wenn man (wie ich) keine Gewürzmühle hat, dann nimmt man dafür einen Mörser, eine gute halbe Stunde Zeit und den Freund zum Arbeiten, von dem auch folgender Tipp kommt: "Die Gewürzmischung ist fertig gemahlen, wenn sie sich flauschig anfühlt!"
Die Gewürzmischung ist in einem luftdichen Behälter etwa 3 Monate haltbar.



Huhn nach Maharashtra-Art

aus dem Buch "Indisch Kochen - ganz easy"
für 4-5 Personen


5cm frischen Ingwerwurzel
5 Knoblauchzehen
3 EL Pflanzenöl
1 mittelgroße Zwiebel gehackt
1-2 frische rote Chilis ohne Kerne
800g Hendl, entweder Haxen oder Bruststücke
2 El schwarzes Masala
1 gehäufter TL Garam Masala
Salz
200g Dosentomaten
1 großer TL Tamarindenpaste
frischer Koriander

Alle Zutaten in Griffweite vorbereiten. Ingwer und Knoblauch entweder sehr fein hacken oder mit einem Stabmixer mixen. Öl in einem großen beschichteten Topf erhitzen. Die Zwiebel gut anbraten. Ingwer-Knoblauch-Mischung und Chilischoten dazu und etwas andünsten. Falls es zu trocken wird und beginnt, anzubrennen, dann ein bisschen Wasser dazuleeren. Hühnchen, schwarzes Masala, Garam Masale und Salz zugeben und anbraten.
Die Dosentomaten dazugeben und köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. 250ml Wasser dazugeben, den Topf zudecken und alles schmoren. Bei Hendlhaxen insgesamt 25-30 Minuten, bei Hühnerstücken reichen etwa 10-15 Minuten.
Das Fleisch herausnehmen und die Tamarindenpaste in die Sauce geben. Mit Salz und und weiterer Tamarindenpaste abschmecken. Gehackten Koriander unterrühren und servieren.
Dazu passt am besten Reis.

Und dazu passt dann noch ausgezeichnet:
Raita

1 Becher Joghurt
1 Salatgurke
Salz, Pfeffer
Garam Masala
gemahlener Koriander
frischer Koriander

Die Gurke raspeln und etwas salzen. Nach etwa 10 Minuten die Gurken gut ausdrücken. Mit Joghurt und Gewürzen nach Geschmack vermischen, frischen Koriander hacken und unterrühren.


Für das Gericht habe ich ein dickes, fettes Lob bekommen, es ist den Aufwand also echt wert. :)

Mittwoch, 8. Juni 2011

Arabische Küche - ein Blogtipp

Ich bin gerade über einen ganz tollen Blog einer deutschen Autorin gestoßen, die wundervolle arabische Rezepte, vor allem aus Tunesien, präsentiert. Die Rzepte sind mit tollen Fotos mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen versehen. Sehr empfehlenswert, um sich einen Guster zu holen!

Hier geht's zum Blog Le Monde de Jacey

Dienstag, 7. Juni 2011

Die Guacamole - ein Zwiespalt

Mexikanisches Essen und Österreich sind zwei grundverschiedene Dinge, die nicht zusammenpassen. Während man für eine richtig leckere Guacamole auch richtig reife Avocados braucht, bekommt man in österreichischen Supermärkten eines ganz bestimmt nicht: reife Avocados. Auch wenn man zur Abwechslung mal welche erwischt, die weich sind, schmecken sie trotzdem nur mit viel Fantasie nach dem, was sie sein sollen.

Die logische Schlussfolgerung lautet: Dann eben keine Guacamole, Liptauer ist schließlich auch gut und Bärlauchaufstrich hat sogar die gleiche Farbe.

Jetzt ist es aber so, dass ich nach meiner Zeit in Südkalifornien mexikanisches Essen einfach nur himmlisch finde. Das ist in Kalifornien ja auch ziemlich einfach. Die Hälfte der Einwohner sind Mexikaner, wiederum davon die Hälfte betreiben ein Restaurant. Günstig, lecker und authentisch. Weiters gibt es dort Avocados, die wirklich nach Avocados schmecken, weil man sie dort anbauen kann wie bei uns Äpfel.
Und eines der leckersten Dinge in mexikanischen Restaurants, neben meinen geliebten Steak Fajitas, ist die klassische Vorspeise Guacamole mit Tortilla Chips.

Heute habe ich meiner wehmütigen Erinnerung an dieses wunderbare Essen nachgegeben und Guacamole fabriziert. Leider kein Vergleich zu Guacamole mit frisch-vom-Baum-Früchten, aber trotzdem eine leckere Angelegenheit zum Snacken oder als Vorspeise, die noch dazu sehr rasch erledigt ist:

Guacamole


(folgende Menge reicht als Vorspeise mit Chips für 3 Personen)
1 reife (haha) Avocado
1 Tomate
1 Knoblauchzehe
1 Limette
Salz, Pfeffer, Chili nach Wunsch

Die Tomaten entkernen und in kleine Stückchen schneiden. Die Knoblauchzehe zerdrücken. Die Avocado schälen und zusammen mit Tomate und Knoblauchzehe mit einer Gabel zerdrücken. Idealerweise bleiben dabei noch kleine Stückchen erhalten (Chunk Style). Mit Limettensaft, Salz, Pfeffer und Chili (frisch, getrocknet oder Pulver) abschmecken.

Von der Limette braucht man nicht mal die Hälfte. Aus dem Rest lässt sich ein Caipirinha für 1 Person machen :)


Was wirklich lecker zu einer Guacamole als Vorspeise schmeckt, ist originalgetreu eine leckere Margarita. Deshalb hier gleich das Rezept:

MARGARITA

(für 1 Glas)
4cl Tequila
2cl Lime Juice
2cl Cointreau
Salz

In eine Kaffeeuntertasse Limejuice oder Wasser geben, in eine zweite Untertasse Salz. Ein Cocktailglas mit dem Rand zuerst in Lime Juice und dann in Salz eintunken, so entsteht ein Salzrand (ja der muss sein, ohne Salzrand schmeckt das Ganze nicht).
In einen Cocktailshaker Eiswürfel, Tequila, Cointreau und Lime Juice geben, kräftig schütteln. In das Glas abseihen. Eine Scheibe Limette an den Rand. Prost!

Montag, 6. Juni 2011

Zurück aus der Versenkung

Tja, jetzt war sogar ich schockiert, dass mein letzter Post aus dem Jahr 2008 stammt. Das ist so lange her, dass man schon ein "anno" davor setzen könnte. Tatsächlich haben meine lieben Freundinnen im Laufe der Zeit mehrmals um eine Fortsetzung gebeten, was mir sehr geschmeichelt, mich aber nicht dazu bewogen hat, meine Faulheit abzulegen.
Tja hier bin ich wieder und gelobe, wie immer, Besserung.
Mein Prinzip "Je komplizierter desto besser" hat sich ein wenig gewandelt. Inzwischen bin ich in eine Wohnung gezogen, in der ich einen Mann und einen Hamster ernähre. Meine Kocherei ist lustigerweise mit diesem Umstand total eingeschlafen. Momentan versuche ich aber, die Leidenschaft daran wieder zu wecken.
Derzeit ist bei uns Spätfrühling mit sehr sommerlichen Temperaturen. Griechischer Bauernsalat hat sich deshalb zu einem gewissen Suchtfaktor bei mir entwickelt. Ja, das Rezept ist idiotensicher, darf aber hier gerne als "Ja, gute Idee"-Wecker verstanden werden.

Griechischer Bauernsalat


für 2-3 Personen als Hauptmahlzeit
2 Paprika
1-2 Salatgurken
500g Cocktail-Tomaten
1 Zwiebel (wobei ich die gern weglasse)
schwarze Oliven
200g Feta
Salz, geschroteter Pfeffer, Oregano
Weißwein- oder Sherryessig, Olivenöl

Alles klein schneiden, würzen und mit dem Dressing vermengen. Wunderbar! Dazu ein Weckerl zum Auftunken des Dressings, und die Mahlzeit ist komplett. Das Ganze mit einem Glaserl Wein auf der Terrasse genossen... Herz, was willst du an einem warmen Sommerabend mehr!

Montag, 17. November 2008

New York, New York

Nachdem mein geliebter Bruder Axel nach Neujahr in die große, böse Stadt zieht und auch jetzt gerade für 9 Tage dort war, habe ich das zum Anlass genommen, die Torte zu seinem Geburtstag mit Motto zu versehen.
Deswegen kann ich heute leider auch nichts Aufregenderes als eine Sachertorte präsentieren, die lässt sich zum mal am besten dekorieren.

Das Rezept kann hier gefunden werden:
http://tinikocht.blogspot.com/2008/04/wiener-flair.html



Auch ansonsten habe war ich zwar unheimlich fleißig, habe ein Tiramisu gemacht und Brownies, aber wie ich schon mal erwähnt habe, gebe ich das Tiramisu-Rezept nicht preis, und das Brownies-Thema wurde hier ohnehin schon erschöpfend behandelt.

So denn, bis zum nächsten NEUEN Eintrag! :)

Donnerstag, 13. November 2008

Tortenfieber



Eine Punschtorte. Das wohl einfachste Hausmittel auf Erden, damit dir nach dem Genuss eines Stückes so sagenhaft schlecht ist, dass du schwörst, nie wieder Punschtorte zu essen. Bis zum nächsten Mal.

Ich persönlich wäre ja nie auf die Idee gekommen, eine Punschtorte zu fabrizieren. Nicht, nachdem man im Wiener Kaffeehaus Heiner die besten Punschkrapferl der Welt (um die ebenfalls besten Punschkrapferl-Preise der Welt) kaufen kann.
Aber eine Freundin meiner Mama hatte Geburtstag, und bevor die Damen das Geld in eine gekaufte Torte (iiih) stecken, baute ich das Ding lieber selbst. Zudem war es eine gewisse Herausforderung, da ich besagtes Stück noch nie in Angriff genommen hatte.

Wie auch immer, das Drama "Punschtorte" war ein Mehrakter. Sogar begeisterte Theaterfans hätten dieses Stück nach dem ersten Akt verlassen. Mir aber hat es nichts geholfen, denn für eine gekaufte Torte war es bereits zu spät.

Erster Akt: Der Biskuit Teil I
Nachdem ich eine Reihe von Kochbüchern habe, alle davon niegelnagelneu und chic, habe ich natürlich großspurig auf das 70er-Jahre Punschrezept meiner Mutter verzichtet. In einem der edlen Wälzer fand sich das Rezept für die Torte mit einem separaten Rezept für den Boden. Gesagt, getan. Es kam mir komisch vor, schon während dem Herstellen, aber bitte: Das Buch stammt von einem großen Meister, wehe den Zweiflern!
Ergebnis: Eingefallen, zerbrochen, hässlich. Eine Schande. Und ich grantig.

Zweiter Akt: Der Biskuit Teil II
Nun ist aber eine Punschtorte ohne Biskuitboden wie ein Blatt ohne Baum, einfach nicht möglich. Deshalb habe ich zähneknirschend zum bereits erwähnten 70er-Jahre-Rezept aus einer Frauenzeitschrift gegriffen und den Biskuit laut den Vorgaben von Christa O. mit edler Fönwelle gebacken:

6 Eigelb mit 3 EL heißem Wasser und 130g Zucker schaumig schlagen (Rum dazu, meine Anmerkung, was auch sonst). 6 Eiweiß mit 20g Kristallzucker steif schlagen, auf die Eigelbcreme setzen. 125g Mehl darüber sieben, alles locker miteinander vermengen. In eine bebutterte und bemehlte Springform leeren, im vorgeheizten Backrohr bei 180 Grad backen, bis sie durch ist.

Auskühlen lassen, zweimal durchschneiden. Den oberen und unteren Boden mit Rum tränken (aber massig, ich war zu vorsichtig) und mit Marillenmarmelade dünn bestreichen. Die mittlere Platte sehr fein zerpflücken. 6 Blatt Gelatine kalt einweichen. 150g Zucker, Schale und Saft je einer Zitrone und einer Orange erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. 4 EL Marillenmarmelade und ein guter 1/8-Liter Rum dazugeben. die Gelatine gut ausdrücken und in der warmen Flüssigkeit auflösen. 1/2 Liter Schlag steif schlagen, zusammen mit der Flüssigkeit unter die Krümel mengen und in die Torte füllen.
Über Nacht beschweren (z.B. ein Tablett draufstellen mit etwas Schwerem obenauf) und kalt stellen.
Was ich übrigens laut meiner Mum anmerken muss: Die Füllung sollte mit Kakaopulver dunkel gefärbt werden, weil das einfach so gehört.

Dritter Akt: Aprikotieren
Eine Verschnaufpause in der langen Herstellungszeit dieser Dramaturgie. Die Torte rundherum mit erwärmter passierter Marillenmarmelade einstreichen, zum Trocknen wieder in die Kühle stellen.

Vierter Akt: Die Glasur Teil I
Wie auf dem Foto zu erkennen ist, macht es sich ausgesprochen apart, die Torte nicht rundherum zuckerlrosa zu glasieren, sondern nur obenauf.
Nein, die Glasur habe ich nicht selbst gemacht. Da streike sogar ich. Und im Supermarkt bekommt man ganz wunderbare Becher mit fertiger Punschglasur. Ich habe gleich zwei gekauft, rein vorsichtshalber, ich kenne ja meine Fähigkeiten im Glasieren von Torten (Null, in Ziffern: 0). ZUM GLÜCK!
Denn das Zeug ist ein echter Sargnagel! Ich habe es erwämt, auf die Oberfläche der Torte geleert - und nicht nicht mal ordentlich verstrichen, da ist das Zeug schon wieder so fest geworden, dass sich jeder Strich eingebrannt hat. Na toll. Auch mit dem zweiten Becher Glasur ist es sich nur um ein Haar ausgegangen, dass ich die Oberfläche erstens ganz bedecken konnte und zweitens ohne gröbere Glasurschäden. Nicht mal der Haarfön, mein ansonstiger Küchenhelfer in der Not, konnte hier noch etwas retten.

Fünfter Akt: Die Glasur Teil II
Wie schon erwähnt, ist meine Punschtorte nicht rundum rosa, sondern seitlich mit Schokolade glasiert. Ich habe also Kochschokolade geschmolzen, mit Butter glasierfähig gemacht, und diese Glasur mit Pinsel auf die Seitenränder meiner Torte gestrichen, immer ganz vorsichtig, schließlich muss der Übergang Punschglasur zu Schokoglasur halbwegs regelmäßig sein.
Dann kam die beinahe fertige Torte wieder in die Kälte.

Sechster Akt: Fertig und Halleluja!
Mit Staubzucker und Wasser eine schöne Zuckerglasur anrühren, in einen Spritzbeutel füllen und in anmutigen Buchstaben beliebige freundschaftliche Worte (oder saftige Flüche, je nach Gelungenheit und Ziel der Torte), zarte Muster am Rand (um Glasurübergangs-Tragödien zu vertuschen) und liebliche Muster spritzen. Bei den lieblichen Mustern, kleiner Tipp am Rande: Bei Herzen vorsichtig sein, mein 3-fach-Herz wird grne mit einem Herz mit schiefen Flügeln verwechselt.
Dann noch eventuell mit gekauften Marzipanblüten dekorieren.
Für die, die hier gerne noch Akt Nummer 7, "Die Marzipanblüten-Herstellung", gelesen hätten: Träumt weiter!

Dienstag, 11. November 2008

Feed abonnieren


Liebe Leser (A&F)!

Gerade habe ich meinen Blog an einen Haufen Leute ausgeschickt (wir werden anhand der Kommentare sehen, ob es sich ausgezahlt hat).
Da fällt mir ein: Es muss doch möglich sein, den Blog wie einen Newsletter zu abonnieren.

Ich hatte recht: Er ist abonnierbar, allerdings mittels Feed und nicht mittels Newsletter, schließlich leben wir im Jahre 2008 und nicht im Jahre 2006, als diese Technologie noch modern war.

HOWEVER, ihr (A&F) habt nun die Möglichkeit, diesen Blog zu abonnieren! Das ist genial, vor allem, weil keiner mehr die Ausrede hat, dass ihm die URL entfallen ist (na geeeeeh).

Und vor allem geil ist ja, dass das ein sogenannter Feed ist. Sehr passend zu einem Kochblog finde ich.

So, das war jetzt der erste technische Blogeintrag. Vollkommen uninteressant, ist mir bewusst, aber auch das muss eben sein, so wie Zähneputzen vor dem Schlafengehen, ist genauso fad.

Da ich gerade eben zwei Kinderpingui verdrückt habe, kann ich mir nicht mal spontan ein Rezept aus dem A**** ziehen, mir ist schlecht. Sorry, nächstes Mal wieder :)

Mittwoch, 5. November 2008

Torten zur Promotion

Meine allerliebste Beatrice wurde vor einiger Zeit gezwungen, endlich ihre Promotionsfeier zu veranstalten. Und dieser Tag fiel auf den 1. November. (Mag ja blasphemisch sein, aber wen stört's!). Weil sie gerade ein ganz armes Schwein ist (ich sage nur Turnus auf der dritten Internen), habe ich angekündigt, für die Nachspeisen zu sorgen. Kurz und gut: Ich habe 3 Kuchen geplant.

Der erste: BROWNIES MIT KIRSCHEN

Und ich denke nicht daran, dieses geniale Rezept hier wieder mal niederzuschreiben, ich habs ja schon längst gemacht, der interessierte Leser möge sich durch den Blog bequemen (und die Labels ausnützen, dann findet man alles schnell).

Der zweite: AMEISENGUGELHUPF

Wer an dieser Stelle hysterisch zu schreien beginnt: "Nicht schon wieder ein Gugelhupf, AAAAAAAAAAAAAA", der soll eben nicht weiterlesen. Ich bin Master of Gugelhupf, so ist es eben.
Diesmal ist es nicht mal ein Öl-Gugelhupf, wie genial ist denn das!
An dieser Stelle wiedermal: Dank sei Plachutta "Die gute Küche" in Ewigkeit, Amen.

300g Butter mit 150g Staubzucker, 3 Eiern und 4 Eidottern schaumig rühren (und ich meine SCHAUMIG). Schale einer Zitrone (und ich meine SCHALE, kein Saft oder sonstein mieser ERsatz), massig Rum und Vanillezucker (Vanilleeeeeee, kein Vanilliiiiin) unterrühren. Schokolade (Wieviel? VIEL) klein hacken und unterheben.
4 Eiklar mit 150g Kristallzucker steif schlagen. Auf die Masse gleiten lassen, darauf 240g Mehl geben, alles vorsichtig unterheben. In eine gebutterte und bemehlte Gugelhupfform geben. Bei 180° backen bis er durch ist (Stäbchenprobe). Sollte er zu dunkel sein, bevor er fertig ist, rechtzeitig mit Alufolie abdecken.

Für die Fleißigen und Begabten: Den erkalteten Gugelhupf aprikotieren und mit Schokolade glasieren. (Ich kanns nicht. Meine Glasuren schauen aus wie Sau.)

Für die, die nicht glasieren können/wollen, aber trotzdem MEHR wollen: Zitronenglasur aus Staubzucker und Zitronensaft herstellen und unregelmäßig drüberrinnen lassen.

Für die ganz Faulen: Mit Staubzucker überpudern.


Der dritte: Apfelkuchen mit Zimt-Streuseln

Hat mir wiedermal einen ganzen Korb voll Komplimente eingebracht. Wirklich ein genialer, leckerer Kuchen. Auch für Nicht-Obstkuchen-Fans (wie mich) eine Gute Sache, auch wenn keine Schoki drin ist!

Zuerst die Streusel: 200g Mehl, Zimt (nach Geschmack), 150g Zucker und 150g kalte (!) Butterflocken in eine Schüssel geben und mit den Händen durchreiben, bis es Streusel sind. Dann ab in den Kühlschrank bevor das ganze zu einem Teig zusammenrinnt.
2kg Äpfel entkernen, schälen und in kleine Stücke schneiden. Damit sie nicht braun werden, Zitronensaft einmengen (und zum besseren Geschmack: Rum).

250g Butter mit 250g Staubzucker und 5 ganzen Eiern schaumig rühren. Schale einer Zitrone und Rum einrühren. 400g Mehl, 1 Backpulver unterheben, zusammen mit 120ml Milch. Rum schadet übrigens nie.
Die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen, Äpfel darauf verteilen, zum Schluss die Streusel. Backen bei 180°C bis der Kuchen durch ist.


Alle drei waren eine Wucht und sind sehr gut angekommen. Allerdings war es dann so, dass ich der erste Gast war (war noch zum Gemüseschneiden eingeteilt) mit meinen drei Kuchen. Danach kam Gerlinde (Bea's Mama) mit drei weiteren Kuchen (einem Hawaii-Blechkuchen, einem Nutella-Blechkuchen und einem Apfel-Kranzkuchen). Anschließend kam die Oma mit einem Korb frischer, hausgemachter Bauernkrapfen. Und zum Schluss die Tante mit einem Teller Kuchen.
Wir waren sozusagen überbelegt.
Absoluter Klassiker: Die superschlanke und zarte Bea ladet sich einen Teller voll mit einem Stück von jedem einzelnen Kuchen (aufgrund ihrer Meinung, sie müsste alle kosten, da alle ihr geschenkt worden sind). Nach 4 Stück hat sie aufgegeben, die grüne Farbe im Gesicht war unverkennbar. Es waren aber MEINE Kuchen, die sie gegessen hat, weils halt einfach die Besten sind :D.

Lang ist's her!

Manchmal bin ich ja froh, dass ich keine treue Leserschaft habe, denn die würde sich ja permanent über mein mangelndes Schreiben beschweren.
Tatsache ist aber: Ich habe auch lange nichts mehr gemacht. Nun aber kommt die kalte Jahreszeit, in der man noch viel weniger Zeit hat als sonst an Abenden und Wochenenden, sich genüsslich mit Keksen, Kuchen und Gästeverpflegungen stresst - und dann jammert, dass Weihnachten immer so mühselig weil stressig ist.
Ich bin da keine Ausnahme, Weihnachten ohne Stress ist wie Ostern ohne Krippenspiel... Oder wie war das?

Wie auch immer. Im letzten Eintrag habe ich ja schon angekündigt, dass wieder ein großes Familienessen geplant ist. Ich sag nur: Tourette-Memorial-Day nur ohne wüste Beschimpfungen. Die Lautstärke ist aber angemessen. Je später der Abend desto lauter wird der Spaß. Kurz vorm Heimgehen ist es meistens so, dass es nur noch darum geht, die anderen zu überschreien. Das soll übrigens keine Beschwerde sein, ich habe ein lautes Organ und bin durchaus gewillt, es zu beweisen. Nur mein armer Daddy mit seinem Tinnitus ist da ein bissl eingeschränkt, weil er dann nix mehr verstehen kann. Aber Schreien kann er auch, deshalb fällt's nicht so auf :).

Also hiermit:

Oktöberliches Festmenü in 3 Gängen


APERITIF

Sekt mit Erdbeer-Blubber

Klingt komisch, ist aber so. Ich habe Erdbeeren (TK) aufgetaut und mit Staubzucker und viel Cointreau (eh klor) püriert. Das kam in den Kühlschrank. Ich habe dann am Abend Sekt in Gläser gefüllt und das Erdbeer-Pürree hineingegegeben. Das hat eine richtig gehende Gel-Kugel gebildet. Das nennt man Zufalls-Molekularküche für Dummies. Geil.


VORSPEISE

Kürbiscremesuppe

Lecker. Und habe ich im Zuge meines Blogschreibens auch schon mal beschreiben, deshalb gibt es hier die Rezeptbeschreibung nochmals für Fortgeschrittene (die andren mögen suchen):
Zweiebel (Menge nach Gefühl = MnG) in Butter anbraten. Kürbis (MnG) dazu, andünsten, mit Mehl abstauben und mit Hühnerbrühe (MnG) aufgießen. Kochen lassen, bis der Kürbis weich ist. Pürieren. Und dann mit Gewürzen abschmecken. Welche Gewürze? Tja, ich würde sagen: nach Gefühl, aber ich glaube, das will keiner hören, oder? :)
Deshalb: Salz, Pfefferwürzmischung, Chili, Muskatnuss, Thymian, Oregano, Zitrone, Cognac.
Wichtig: Würzen und dann bis am nächsten Tag stehen lassen. Die Gewürze müssen sich entfalten. Gegebenenfalls nachwürzen. Bei wem's dann immer noch nicht "so richtig" schmeckt: Mehr Cognac. Alkohol hilft immer.

Zum Servieren: Kürbiskernöl, Kürbiskerne und ein Kleks Schlagobers in die Mitte. Voilá. Ich sag nur: Ich könnte sie abfüllen und tiefgefroren verkaufen, so genial war die.


HAUPTSPEISE

Wildschweinbraten

Zugegeben, vor dem haben wir uns gefürchtet. Meine Mum hat Wildschweinbraten erster Klasse besorgt. 4 Kilo! Man hätte glauben können, es ist so viel, dass es wieder zum Leben erwachen könnte.
Der Respekt war grenzenlos, rotzdem ist sie es angegangen. Und das Geniale an dem Rezept: Es ist dodlsicher. Sogar für die, die sich vor Braten so fürchten als wäre er der schwarze Mann (z.B. ich).
Wir haben das Monstrum aufgeteilt, je einen Rosmarinzweig draufgelegt, gesalzen und gepfeffert und das ganze verschnürt. Die Dinger wurden rundherum jeweils scharf angebraten, dann in einem Bräter, der zur Hälfte mit (gutem) Rotwein gefüllt wurde, in den Ofen geschoben.
Das wars. Echt. Es war nicht mal mehr nötig, es nachzuwürzen (außer mit Cognac). Genial. Das Fleisch war ein Traum. Wir haben dann noch einen Teil der Sauce (mit viel Cognac) etwas eingekocht, damit der Saft intensiver wird, aber echt - kein Aufwand. Genius.


NACHSPEISE

Rest mener Geburtstagstorte

Da gibt's kein Rezept. Die Torte wurde von meiner Mutter beim Urbann gekauft, weil ich mir selber keine machen wollte. Was rennt hier falsch?
Aber sie war gut. Für eine gekaufte Torte :)

Dienstag, 9. September 2008

Rückkehr mit Zwetschken-Streusel-Kuchen

Lang, lang ist's her. Das wird sich jetzt wieder ändern, ich verspreche es! Die Herbst- und Weihnachtszeit ist die schönste, wenns ums Thema Kochen geht. Geplant ist schon im Oktober ein mehrgängiges Menü, auf das ihr euch freuen könnt!

Wie auch immer, letztens habe ich nach langer Zeit endlich wieder mal gebacken. Ohne Anlass, außer frische Zwetschken können als Anlass bezeichnet werden. Und weil es ganz ohne Herausforderung nicht geht, ist es ein Germteig, auf dem die Zwetschken ihre letzte Ruhe finden werden.

Ich habe ja noch nie einen sitzengebliebenen Germteig erlebt, aber ich glaube, das liegt auch daran, dass ein Germteig genauso ist wie ich:
1.) Wir müssen es beide immer schön warm haben.
2.) Wir müssen beide immer genug zu Essen haben.
3.) Wir müssen beide sehr liebevoll behandelt werden.

Grundregel: Liebe deinen Germteig!


ZWETSCHKEN-STREUSEL-KUCHEN

Für 1 Blech:
375g Weizenmehl
80g Zucker
100g Butter
1 Ei
150 ml Milch
2,5 Kilo Zwetschken
1 Vanillezucker
geriebene Zitronenschale
1 Würfel Germ

Für die Streusel:
150g Zucker
200g weiche Butter
150g Mehl
1 Vanillezucker
Zimt

Von der Milch etwas beiseite nehmen, auf maximal 40 Grad erwärmen und den Germ darin auflösen. Restliche Milch in einem Topg erwärmen und die Butter darin schmelzen. Alle Zutaten mit der Küchenmaschine etwa 5 Minuten kneten, bis ein nicht-klebender glatter Teig entsteht (falls zu patzig noch etwas Mehl dazu, falls zu trocken noch etwas Milch oder ein Ei dazu).
Im auf maximal 50° eingestellten Ofen bei offener Ofentür abgedeckt 20 Minuten gehen lassen.
Inzwischen alle Zutaten für die Streusel mit dem Handrührgerät zu Streuseln verarbeiten. Zwetschken waschen, halbieren und entkernen.

Wenn der Teig gegangen ist, auf einem gefetteten Blech ausrollen. Dachziegelartig mit den halbierten Zwetschken belegen. Mit den Streuseln bestreuen. Nochmals 15 bis 20 Minuten im Warmen gehen lassen, dann bei 180° (Umluft) ungefähr 25 bis 30 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind.


Nachdem daheim bei mir ja kaum mal einer wirklich Kuchen isst, haben sich meine Kollegen sehr darüber gefreut. :)

Freitag, 11. Juli 2008

Gasteintrag: Leckerer Kuchen

Meiner Freundin Monika, einer ehemaligen Arbeitskollegin, gebührt der erste Fremdeintrag in meinen Koch-Blog. Da heute ihr letzte Arbeitstag ist und sie gestern Abschied mit Würstchen und Kuchen gefeiert hat, muss ich diesen Kuchen erwähnen. Und ihr werdet schon an seinem Namen merken, wieso ich das muss:

MILKA-KUCHEN

5 Eier
15 dag Zucker
20 dag Haselnüsse
2 Tafeln Milka-Vollmilchschokolade
2 Becher Schlagobers
4 Bananen
1 Packg. Sahnesteif

Dotter und Zucker schaumig rühren. Eier trennen, Eiklar zu Schnee schlagen, unter die Dottermasse heben. Haselnüssel vorsichtig unterrühren.
Bei 160°C 30 Minuten backen und auskühlen lassen.
Halbierte Bananen auf den Tortenboden geben. 2 Tafeln Schokolade schmelzen und mit 1/2 Becher Schlagobers vermischen. Auskühlen lassen bis die Schokomasse zähflüssig ist. Auf die Bananen leeren und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Restliches Schlagobers steif schlagen, auf dem Kuchen vertreilen und mit Schokoraspeln garnieren.

Dienstag, 8. Juli 2008

Süße Verwertung von Äpfeln

2 Kilogramm Äpfel im Kühlschrank und keine gute Verwendung dazu?
Dazu nicht jeder dazu geboren ist, soviele Äpfel zu verdrücken, muss man sie ja irgendwie verwerten. Eine leckere Möglichkeit ist z.B. Schweinefilet in Calvados, aber gestern habe ich die süße Variante gewählt und sie heute mit ins Büro gebracht.


Apfel-Blechkuchen
(Mengen sind für ein großes Backblech)

6 Eier
390 Gramm Zucker
1 Packg. Vanillezucker
200g Mehl
180g Speisestärke
1,5 Packg. Backpulver
150ml Milch
Geraspelte Schale einer Zitrone
Rum
Zimt
ca. 6 große Äpfel, säuerlich

Butter und Zucker schaumig schlagen, dann langsam und nacheinander Eier, Vanillezucker, Zitronenschale, Rum, Mehl, Stärke, Backpulver und Milch dazu. Die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen, vorsichtig und gleichmäßig mit Zimt bestreuen. Die Äpfel schälen, mit Ausstecher entkernen und in Scheiben schneiden, den Teig gleichmäßig damit belegen.
Bei 180°C ca. 25 Minuten backen.

Montag, 7. Juli 2008

Grill-Partie - Was auch sonst im Juli!

Nach einer sehr langen Blogpause melde ich mich wieder zurück mit einem Thema, das inzwischen jedem zum Bersten beim Hals heraushängt: das Grillen. Lange und breit in jedem Magazin, in jeder Zeitschrift, in jeder Tageszeitung und natürlich auch in jeder Beilage, von Supermarkt-Flugblättern ganz zu schweigen, ausgelutscht und ausgebreitet, muss natürlich auch ich mich jetzt noch auf dieses Thema draufsetzen.

Zuerst zum Griller. Den hatten wir natürlich nicht, denn der letzte war sicher schon 15 Jahre alt und ist Muttern's Aufräumwahn berechtigterweise zum Opfer gefallen (den hätte sowieso keiner mehr angegriffen, wäh!). Zudem war das ein Gasgriller, und wie alle Hobbygriller wissen:
Nur Holzkohle ist wahres Grillerlebnis! Ohne Schmutz und Kohlenstaub ist es schließlich langweilig.
Also ab zur Metro, dann zum Baumax und wieder zur Metro. Nach einigem Überlegen habe ich mich für den Outdoorchef Easy Charcoal 570 Holzkohlegriller entschieden, gegen den Weber One Touch Silber. Der Outdoorchef kostet ein Hauseck weniger, hat aber gleichzeitig mehr Funktionen und Zubehör. Dazu musste natürlich imemr noch Zubehör gekauft werden, vor allem ein Weber Anzündofen musste mit.

Das war am Dienstag. Bis zur Grillerei hat es bis Samstag gedauert. Da ich schwer im Stress mit den Vorbereitungen war, kam es mir gerade recht, dass mein Bruder Aksel und sein Freund Rudi den Weg kreuzten. Sie wurden gleich zum Grilleraufbauen eingeteilt und haben das auch mit Bravour gemeistert.
Soweit so gut. Ich habe den Griller an seinen Standort am Teich verfrachtet und ihn mithilfe des Anzündkamins entfacht. An dieser Stelle: Der Weber Anzündkamin bringts wirklich!

Hier nun die Liste der leckeren Gänge mit allen Rezepten:

T-Bone-Steaks
3 T-Bones á ca. 700g haben als einer von 3 Gängen durchaus für 8 Leute gereicht.
Dazu wurden die Monsterteile für eineinhalb Tage in einer Marinade aus Olivenöl, Zitrone, Rosmarin, Pfeffer und Tonnen von Knoblauch eingeweicht.

Sardinen
Sardinen vom Grill, einige Stunden vorher mariniert in einer Mischung aus Olivenöl, viel Zitronensaft und Fisch-Würzsalz.
Vorsicht beim Kaufen von eingefrorenen Sardinen z.B. bei Metro: Wer (wie ich) nicht darauf achtet, dass auf dem Sackerl steht "nicht ausgenommen", der steht dann wie meine Mum und ich eine halbe Stunde an der Abwasch und reißt den Viechern die Inneren raus.
(Mahlzeit übrigens.)

Wachteln
Meine Mum hasst Wachteln. In etwa so wie ich Spinnen - zumindest in gerupftem Zustand. Trotzdem konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, einmal Wachteln auszuprobieren. Gesagt, getan. In der Metro gefrorene Wachteln gekauft. Zumindest die Waren ausgenommen, wenn sich auch hin und wieder ein halber Dickdarm oder eine Niere gefunden haben. Mit der Geflügelschere halbieren und über Nacht in einer Marinade aus Olivenöl, Sesamöl, ein wenig Sojasauce und der Gewürfmischung Garam Masala einlegen.
Ich fand sie lecker, wenn auch Hendeln mehr hergeben und billiger sind. Außerdem fällt der Grausen-Faktor weg, den einige bei den dünnen Beinchen bekommen.
Dazu gibt es übrigens eine lustige Anekdote. Beim Grillen wurden die fertigen halben Wachteln verteilt. Meine Mum ist zwischen mir und einem unserer Gäste, Jap, gesessen. Es war nur noch eine halbe Wachtel da, und Jap wollte sie mir anbieten, ich habe sie aber ihm aufgedrängt, er dann wieder mir und ich wieder ihm. Dazu haben wir den Servierteller dauernd vor meiner Mum hin- und hergereicht, die, das muss man sich bildlich vorstellen, ziemlich schnell eine leicht grünliche Färbung angenommen hat.

Beilage: Tzatziki
ca. 300g Topfen
1 Becher Sauerrahm
1 Becher Naturjoghurt
Knoblauchzehen gepresst nach Belieben (meinem Geschmack nach möglichst viele)
Dill
Pfeffer
Salz (Vorsicht)
2 Salatgurken (schälen, halbieren, Kerne auskratzen)

Alle Zutaten gut verrühren. Gurken auf ein Geschirrtuch rapslen, gut einsalzen und über einen Topf hängen. Nach 10 Minuten gut auspressen bis kein Saft mehr kommt und in die Topfencreme einrühren.

Hausgemachtes italienisches Focaccia
500g Mehl
ca. 1/2 Luter Flüssigkeit (am besten halb-halb Wasser und Milch)
30g frische Hefe
Olivenöl
Zucker
Meersalz
frischer Rosmarin, gehackt
schwarze Oliven, gehackt
getrocknete Tomaten in Öl, kleingeschnitten

Mehl in eine große Schüssel geben, in der Mitte eine Mulde machen. Hefe mit einem TL Zucker in ca. 200ml warmer Milch/Wasser auflösen (Vorsicht, nicht heißer als 40°'C), in die Mulde leeren, vorsichtig Mehl vom Rand hineinrühren, bis es breiig wird. An einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Dampfl gut vergrößert hat.
Nun mit soviel von der (warmen) Flüssigkeit und Olivenöl verkneten, dass ein elastischer, nicht zu klebriger Teig entsteht. Eventuell noch 1/2 TL Zucker dazugeben. An einem warmen Ort 40 Minuten gehen lassen.
Teig zusammenschlagen, Meersalz, Rosmarin, getrocknete Tomaten und Oliven dazu. Portionen abstechen und flachdrücken, auf ein Blech setzen. Nochmals eine halbe Stunde gehen lassen.
Danach entweder auf dem Griller oder im Backofen bei 200°C Ober-/Unterhitze knusprig backen.

Dessert: Gegrillte Bananen mit Schokolade
Die Idee von gegrillten Bananen ist ja alt. Was mir aber mein guter Freund Herbert in Bern beim Grillen gezeigt hat, das war eine super Idee, die ich natürlich schamlos kopiert und etwas verfeinert habe.
Pro Person eine Banane auf der innneren krummen Seite von oben bis unten tief aufschlitzen. Feine 70%ige Zartbitterschokolade in Stücke brechen und die Schokostücke in den Bananenschlitz pressen. Am besten in einer Grillschale grillen, bis die Banane außen schwarz wird. Vor dem Servieren mit Cointreau oder (deftiger) Eierlikör begießen.