Ähem.
Jaaa, so schnell geht es, dass der letzte Blogeintrag ganz exakt 3 Monate zurück liegt. Das ist mir etwas unangenehm, hat mich aber zu einer wichtigen Erkenntnis über mich selbst gebracht:
Wenn ich gerade nicht auf Diät oder sonstigen kulinarischen Selbstbeschränkungen bin, kühlt sich meine Lust am Kochen rapide ab.
Was ein bisschen komisch klingt, kann ich sogar ganz einfach erklären: Auf Diät beschäftige ich mich 100% des Tages mit dem Thema Essen. Soviel dazu, wieviel eine Diät bringen kann, haha!
Und der Grund, warum ich jetzt wieder poste? Ich habe meinen Urlaub vor mir und bin daher heute wieder auf Bernhard Ludwig's 10in2 umgestiegen. Das ist zumindest sehr praktisch, weil ich alle zwei Tage kochen und essen kann was ich mag.
Und es ist zwar jetzt schon ein bisschen spät für das folgende Gericht, das ich Ende August gekocht habe, aber es gibt ja auch noch die dankbaren Abwandlungen, die verhindern, dass man im November alle Wälder nach den letzten vertrockneten Eierschwammerl absucht oder ebenjene aus Übersee kaufen muss!
Eierschwammerl-Risotto
á la Jamie Oliver für 5-6 Personen
1,5 Liter klare Suppe
400 g Risottoreis
2 Gläser trockener Weißwein
500 g Eierschwammerl
2 Zwiebel, fein gehackt
2 Zehen Knoblauch, fein gehackt
Frischer Majoran (notfalls getrockneter)
Etwas Zitronensaft
Salz, Pfeffer
Butter
Olivenöl
150 g geriebener Parmesan
Zuerst werden die Eierschwammerl vorbereitet:
Die Eierschwammerl dazu vorsichtig mit einem kleinen Messer putzen, Wasser dabei möglichst vermeiden, da sie sich schnell vollsaugen. Größere Schwammerl teilen.
In einer Pfanne Butter schmelzen, eine gehackte Zwiebel glasig dünsten, die Hälfte des gehackten Knoblauchs dazu und kurz anbraten. Die Eierschwammerl dazugeben. Achtung: Die Schwammerl lassen in der Pfanne Wasser. Ein bis zwei Majoranstängel abzupfen und hinzufügen. Auf mittlerer Stufe braten, bis das Wasser verdampft ist. Mit wenig Zitronensaft sowie Salz und Pfeffer würzen. Abdecken und zur Seite stellen.
Jetzt ran an's Risotto. Dabei beachten, dass man sich während der Risotto-Kochzeit nicht mehr vom Herd entfernen kann. Also am besten jemand anderen aufdecken lassen! :)
In einem ausreichend großen Topf die zweite Zwiebel in Olivenöl anbraten, bis sie glasig ist, den Knoblauch hinzufügen.
Nun die Hitze aufdrehen und den trockenen Reis in die Pfanne geben, Dabei ständig rühren, weil er schnell anbrennt. Sobald er glasig aussieht, die Hälfte des Weins dazuleeren. Rühren, bis der Reis den Wein aufgesogen hat, dann mit der zweiten Hälfte des Weins ebenso verfahren.
Ab jetzt unter ständigem Rühren einen Schöpfer Suppe zum Reis geben und erst, wenn der Reis die Flüssigkeit vollständig aufgesogen hat, den nächsten Schöpfer dazuleeren. Diesen Vorgang solange wiederholen, bis der Reis al dente ist, er muss noch Biss haben.
Die Eierschwammerl dazu geben, einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss den geriebenen Parmesan einrühren, das macht das Risotto so richtig genial cremig.
Den Deckel auf den Topf und für ein, zwei Minuten sitzen lassen. Dann sofort servieren.
Abwandlungen: Steinpilze, grüner Spargel in Stücken, würzig gebratene Kürbisstücke etc.
Vielleicht ein kleiner Hinweis bezüglich der Menge: Das Zeug sättigt, und zwar so richtig! Ich neige auch immer gern dazu, lieber ein bisserl mehr zu machen, was normalerweise heißt, dass mir die Hälfte übrigbleibt. Aber Risotto schmeckt nicht mehr gut, wenn er nicht frisch ist, daher mit der Menge nicht übertrieben und im Notfall eine leckere Nachspeise servieren. :)
Kochen, Essen und Trinken sind drei Leidenschaften von mir. Also gebe ich mal so weiter, was in dem Teil meines Lebens, der sich mit "Nahrung" beschäftigt, so tut. Hier findet ihr Rezepte, Tipps und Anekdoten meiner Kocherlebnisse. Viel Spaß beim Lesen und Nachkochen :)
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Dienstag, 1. November 2011
Samstag, 25. Juni 2011
Kashmirischer Pilaw
Und weiter geht es mit der Begeisterung für indisches Essen. Diesmal eine andere Speise, ein Reisgericht namens Pilaw.
Ich empfehle, dieses Gericht eher im Winter zu essen. Aufgrund der Zusammenstellung verschiedener Lebensmittel, nämlich Zimt, Nelken, Mandeln und Rosinen, schmeckt dieser Pilaw für unsere Geschmacksnerven eher wie ein großes Weihnachtskeks. Gut, aber sehr ungewohnt.
Außerdem kann ich (nur ausnahmsweise, nur dieses eine Mal) nicht empfehlen, Rosinen zu verwenden, die in Rum eingweicht waren. Das passt sowas von gar nicht dazu, dass es fürchterlich ist. :)
Kashmirischer Pilaw
aus dem Koch Buch "Indisch Kochen - ganz easy"
Pflanzenöl
3/4 TL Kreuzkümmelsamen oder wenig gemahlener Kreuzkümmel
Garam Masala nach Geschmack
1 Zimtstange
3 Gewürznelken
3 grüne Kardamonkapseln
1 Lorbeerblatt
1 Zwiebel gehackt
15 g Mandelblättchen
10 g Rosinen
200 g Basmatireis
1 Briefchen Safran
2 getrocknete Feigen, gehackt
15 g gehackte Walnusskerne
1 Hendlbrust
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
5 EL Milch
Den Safran in ein der erhitzten Milch einweichen. Den Reis in einem Sieb waschen, bis das Wasser klar abläuft, dann in einen Topf geben und mit Wasser bedecken.
Öl in einem großen, beschichteten Topf erhitzen. Ungemahlene Gewürze und Lorbeerblatt darin anrösten. Die Zwiebel zugeben, anbraten. Mandeln und Rosinen zufügen und einige Minuten bräunen.
Den Reis in einem Sieb abtropfen, in den Topf geben und 1 Minute unter Rühren anbraten. 400 ml Wasser, Safranmilch, Feigen und Salz zufügen. Ein paar Minuten kochen lassen, dann auf schwache Hitze hinunterschalten, den Topf zudecken und 10 Minuten kochen bis der Reis weich ist. Wenn nicht, noch weiter quellen lassen. Sollte der Reis durch, aber noch zu feucht sein, dann Hitze wieder etwas erhöhen und Wasser ohne Deckel verdampfen lassen.
Inzwischen die Hühnerbrust schnetzeln, mit Salz, Pfeffer und Garam Masale würzen und in einer Pfanne in etwas Öl durchbraten.
Den Reis mit Salz, Pfeffer und Garam Masala abschmecken. Walnüsse unterrühren und die Fleischschnetzel unterheben.
Der Pilaw ist sehr lecker, allerdings etwas ungewöhnlich durch die süß-saure Zusammenstellung der Zutaten. Ohne Rum schmeckt er sicher besser. :) Aber so lernt man aus Fehlern, dass Rumrosinen eben doch nicht in allen Gerichten ohne Ausnahme gut schmeckt!
Ohne das Hühnchen ist der Pilaw ein tolles vegetarisches Gericht.
Außerdem habe ich heute in einer Schüssel Marillenlikör angesetzt. Dazu aber mehr nach der Fertigstellung in einigen Tagen!
Ich empfehle, dieses Gericht eher im Winter zu essen. Aufgrund der Zusammenstellung verschiedener Lebensmittel, nämlich Zimt, Nelken, Mandeln und Rosinen, schmeckt dieser Pilaw für unsere Geschmacksnerven eher wie ein großes Weihnachtskeks. Gut, aber sehr ungewohnt.
Außerdem kann ich (nur ausnahmsweise, nur dieses eine Mal) nicht empfehlen, Rosinen zu verwenden, die in Rum eingweicht waren. Das passt sowas von gar nicht dazu, dass es fürchterlich ist. :)
Kashmirischer Pilaw
aus dem Koch Buch "Indisch Kochen - ganz easy"
Pflanzenöl
3/4 TL Kreuzkümmelsamen oder wenig gemahlener Kreuzkümmel
Garam Masala nach Geschmack
1 Zimtstange
3 Gewürznelken
3 grüne Kardamonkapseln
1 Lorbeerblatt
1 Zwiebel gehackt
15 g Mandelblättchen
10 g Rosinen
200 g Basmatireis
1 Briefchen Safran
2 getrocknete Feigen, gehackt
15 g gehackte Walnusskerne
1 Hendlbrust
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
5 EL Milch
Den Safran in ein der erhitzten Milch einweichen. Den Reis in einem Sieb waschen, bis das Wasser klar abläuft, dann in einen Topf geben und mit Wasser bedecken.
Öl in einem großen, beschichteten Topf erhitzen. Ungemahlene Gewürze und Lorbeerblatt darin anrösten. Die Zwiebel zugeben, anbraten. Mandeln und Rosinen zufügen und einige Minuten bräunen.
Den Reis in einem Sieb abtropfen, in den Topf geben und 1 Minute unter Rühren anbraten. 400 ml Wasser, Safranmilch, Feigen und Salz zufügen. Ein paar Minuten kochen lassen, dann auf schwache Hitze hinunterschalten, den Topf zudecken und 10 Minuten kochen bis der Reis weich ist. Wenn nicht, noch weiter quellen lassen. Sollte der Reis durch, aber noch zu feucht sein, dann Hitze wieder etwas erhöhen und Wasser ohne Deckel verdampfen lassen.
Inzwischen die Hühnerbrust schnetzeln, mit Salz, Pfeffer und Garam Masale würzen und in einer Pfanne in etwas Öl durchbraten.
Den Reis mit Salz, Pfeffer und Garam Masala abschmecken. Walnüsse unterrühren und die Fleischschnetzel unterheben.
Der Pilaw ist sehr lecker, allerdings etwas ungewöhnlich durch die süß-saure Zusammenstellung der Zutaten. Ohne Rum schmeckt er sicher besser. :) Aber so lernt man aus Fehlern, dass Rumrosinen eben doch nicht in allen Gerichten ohne Ausnahme gut schmeckt!
Ohne das Hühnchen ist der Pilaw ein tolles vegetarisches Gericht.
Außerdem habe ich heute in einer Schüssel Marillenlikör angesetzt. Dazu aber mehr nach der Fertigstellung in einigen Tagen!
Labels:
Fleischgericht,
Reis/Kartoffel,
Vegetarisch
Freitag, 25. Jänner 2008
Guter Neujahrsvorsatz
Unglaublich - von meinen etwa 10 Hosen im Kasten passen mir derzeit genau: 2. (Naja, es würde vielleicht auch eine 3. und eine 4. passen mit viel Baucheinziehen). Und da ich gelegentlich auch mal Lust verspüre, meine Kleidung öfter abzuwechseln, bin auch auf Neujahrsvorsatz. Seit Montag. Hat bisher gut funktioniert muss ich sagen!
Nach einem Fasttag am Montag habe ich Rezepte gesucht, die sich gut ins Büro mitnehmen lassen und dabei fettarm sind.
Gleich das erste war sehr lecker:
Reis-Puten-Pfanne
Zutaten für 4 Personen
250g Langkornreis
3/4 Liter Hühnerbrühe (instant)
3 Paprika bunt
1 Bund Frühlingszwieberl
500g Putenbrust oder Hendlbrust
3 EL ÖL
1 EL Sesam
Paprikapulver, Salz, Pfeffer, Sesam
Reis in Brühe bei schwacher Hitze ca. 20 min ausquellen lassen. Paprika in Streifen, Frühlingszwieberl in Ringe schneiden. Fleisch in Streifen schneiden, Öl erhitzen, Fleisch braten, salzen und pfeffern und herausheben. Rasten lassen. Im übriggebliebenen Saft Paprika und Lauchringe 2-3 Minuten braten, Fleisch wieder zugeben, mit Salz, Pfeffer und Paprika würzig abschmecken. Sesam darüberstreuen.
Für alle, denen das Fett egal ist: Mit Crème Fraîche servieren.
Würztipp: Cayennepfeffer, Teriyaki-Sauce und Sojasauce (nicht salzen).
Ist ideal für's Büro, weil es sich super in der Mikro aufwärmen lässt.
Nach einem Fasttag am Montag habe ich Rezepte gesucht, die sich gut ins Büro mitnehmen lassen und dabei fettarm sind.
Gleich das erste war sehr lecker:
Reis-Puten-Pfanne
Zutaten für 4 Personen
250g Langkornreis
3/4 Liter Hühnerbrühe (instant)
3 Paprika bunt
1 Bund Frühlingszwieberl
500g Putenbrust oder Hendlbrust
3 EL ÖL
1 EL Sesam
Paprikapulver, Salz, Pfeffer, Sesam
Reis in Brühe bei schwacher Hitze ca. 20 min ausquellen lassen. Paprika in Streifen, Frühlingszwieberl in Ringe schneiden. Fleisch in Streifen schneiden, Öl erhitzen, Fleisch braten, salzen und pfeffern und herausheben. Rasten lassen. Im übriggebliebenen Saft Paprika und Lauchringe 2-3 Minuten braten, Fleisch wieder zugeben, mit Salz, Pfeffer und Paprika würzig abschmecken. Sesam darüberstreuen.
Für alle, denen das Fett egal ist: Mit Crème Fraîche servieren.
Würztipp: Cayennepfeffer, Teriyaki-Sauce und Sojasauce (nicht salzen).
Ist ideal für's Büro, weil es sich super in der Mikro aufwärmen lässt.
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